Legionellen im Leitungswasser

Im Krankenhaus Herrenberg

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    Legionellen machen dem Klinikum Herrenberg zu schaffen Foto: red

Artikel vom 20. Juli 2018 - 16:48

HERRENBERG (red). Kontrollen zur Wasserqualität am Herrenberger Krankenhaus ergaben eine deutlich erhöhte Belastung mit Legionellen. Der Klinikverbund Südwest teilt mit, dass die Fachabteilung für Hygiene und Infektionsprävention sowie die Krankenhausdirektion im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt und den Stadtwerken Herrenberg auf Ursachenforschung sind. Ein externes Prüflabor wird eingeschaltet.

Parallel läuft die thermische Desinfektion des gesamten Wasserleitungsnetzes im Haus. Mit erhöhter Vorlauftemperatur von 70 Grad Celsius werden die Leitungen kontinuierlich gespült - ab 60 Grad Celsius stirbt das Bakterium ab. Um jegliche Gefährdung auszuschließen, wurden rund 30 Duschen gesperrt, zudem Duschen auf verschiedenen Stockwerken mit Sterilwasserfiltern ausgestattet, sodass sie bedenkenlos genutzt werden können. Sukzessive werden täglich weitere Wasseranschlüsse mit Adaptern und Sterilwasserfiltern ausgestattet, sodass ab Samstag fast alle Duschen wieder betrieben werden können. In besonders sensiblen Bereichen, wie auf der Intensivstation, sind ohnehin alle Wasserentnahmestellen mit Filtern ausgestattet.

Legionellen sind Stäbchenbakterien, die vor allem bei immungeschwächten Menschen schwere Lungenentzündungen auslösen können.

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