Küken schlüpfen auf Kleintierschau

Am Wochenende in der Schwarzwaldhalle Gärtringen

Artikel vom 16. Juli 2018 - 17:30

GÄRTRINGEN (red). Was war zuerst da - das Huhn oder das Ei? Dieser uralten philosophischen Frage will der Gärtringer Kleintierzuchtverein bei seiner traditionellen Jungtierschau an diesem Wochenende, 21. und 22. Juli, nachgehen.

Höhepunkt dieses Jahr ist ein Kükenschlupf, der den Besuchern ein Stück Natur erlebbar macht. Dafür läuft der vereinseigene Brutschrank seit Tagen auf Hochtouren - und das außerhalb der eigentlichen Brutsaison. "Wir sind nach wie vor davon begeistert, wie Küken aus dem Ei schlüpfen" erzählen Hans Löffler und Wilfried Stegmüller, beide Ehrenvorsitzende des vor 80 Jahren gegründeten Kleintierzuchtvereins. "Genau dies können unsere Gäste in der Gärtringer Schwarzwaldhalle an beiden Tagen live und hautnah erleben", ergänzt Vorstand Stefan Groß.

Seine Züchterkollegen sammelten in den letzten Wochen eifrig Bruteier von einer Handvoll Rassen. Die Eier wurden Ende Juni in den Gärtringer Brutschrank, einen sogenannten "Schrankbrüter", eingelegt. "In 21 Tagen bei einer konstanten Temperatur von 37,8 Grad werden sie ausgebrütet", so Stefan Groß. Beim Durchleuchten mit Weißlicht aus einer Schierlampe erkennt der erfahrene Hobby-Züchter, ob die Eier befruchtet sind oder nicht. Die unbefruchteten Eier sortiert er aus. Auf einer sogenannten Wendehorde werden die Eier ab dem dritten Tag mehrmals täglich gewendet.

"Das wird gemacht, damit die im Ei heranwachsenden Küken nicht auf einer Seite festkleben" verrät Wilfried Stegmüller. Zudem wird der Brutschrank täglich für eine Viertelstunde gelüftet. "Dadurch können die Küken im Ei Sauerstoff aufnehmen", erklärt Stefan Groß. Ab dem 18. Tag wird das Wenden eingestellt und die Luftfeuchtigkeit dafür erhöht. "Somit wird die Ei-Schale weicher und die Küken haben es leichter mit ihrem Ei-Zahn die Kalkschale zu durchstoßen" so Vorsitzender Groß. In der Schwarzwaldhalle kann dann beobachtet werden, wie sich die Küken selbst aus ihrer Eierschale picken.

Nach ihrer Geburt geht es für die zwischen 20 und 30 Gramm schweren Küken in das auf rund 30 Grad beheizte Kükenheim. "Natürlich dürfen die kleinen Küken auch in die Hand genommen und gestreichelt werden" sagt Stefan Groß, der zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern während der Jungtierschau den Kükenschlupf betreut. Zudem werden Fragen rund um die Kleintierzucht beantwortet.

Die Gärtringer Jungtierschau ist am Samstag, 21. Juli, ab 11.30 Uhr und am Sonntag, 22. Juli, von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Zu sehen gibt es neben den Kücken auch noch 250 Hühner, Zwerghühner, Enten, Gänse, Tauben, Ziergefügel, Kaninchen und Vögel aus über 50 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen.
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