Badekosten in Gärtringen steigen

Erwachsene sollen in der Freibadsaison für die Tageskarte 30 Cent mehr bezahlen - Jugendliche zahlen bloß 20 Cent mehr

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    Das Gärtringer Freibad musste in der vergangenen Badesaison zwei Wochen wegen dringender Reparaturen geschlossen werden - in der Folge blieben 16 000 Badegäste aus Foto: Schilling

Artikel vom 22. Februar 2018 - 17:42

Von Käthe Ruess

GÄRTRINGEN. Das vergangene Jahr hatte Höhen und Tiefen für das Gärtringer Freibad am Weingarten. Kämmerin Hilde Wieland blickte in ihrem Jahresbericht in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses zum einen auf die herausragenden positiven Ereignisse wie die Einweihung des neuen Sanitärgebäudes und die gelungene dritte Auflage des WET-Open-Air-Festivals zurück.

Sie sparte aber auch den absoluten Tiefpunkt im Sommer nicht aus, als das Bad für zwei Wochen schließen musste (die KRZ berichtete). Durch strenge Frosttage im Frühjahr 2017 und Hitzetage im Mai sei die Absorberanlage, mit der das Badewasser solarthermisch erwärmt wird, porös und undicht geworden. Daher sei deren kurzfristiger Austausch notwendig geworden, der mit rund 58 000 Euro zu Buche geschlagen habe.

Diese zweiwöchige Schließung, der durch den Wintereinbruch Ende April verspätete Saisonstart am 20. Mai und das über die ganze Freiluft-Badesaison vorherrschende durchwachsende Wetter haben dazu geführt, dass 2017 mit rund 46 000 Besuchern rund 16 000 Gäste weniger gezählt wurden als im Jahr zuvor.

Unterm Strich erwirtschaftete das Freibad im Jahr 2017 einen Deckungskostenbeitrag von etwas mehr als 25 Prozent. Die Deckungsbeiträge aus den beiden Vorjahren, die jeweils über der 50-Prozent-Marke lagen, seien aber eher die positiven Ausrutscher nach oben gewesen, informierte Wieland. Denn durchschnittlich würden Freibäder zwischen 25 und 30 Prozent der durch ihren Betrieb verursachten Kosten erwirtschaften.

Dass das Freibad-Team für die Saison 2018 wieder vollzählig ist, lässt Hilde Wieland optimistisch in Richtung Saisonstart blicken: Aufgrund des akuten Fachkräftemangels in der Badebranche sei sie froh, dass das Freibad mit einer Schwimmmeisterin, zwei Fachangestellten für das Badewesen und einem Rettungsschwimmer personell optimal aufgestellt sei.

Badegäste, die in diesem Jahr das Freibad im Deufringer Tal aufsuchen werden, müssen wohl ein wenig tiefer in die Tasche greifen, als in den drei Jahren zuvor, in denen die Eintrittspreise unverändert geblieben waren. Zumindest, wenn der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 6. März die im Ausschuss einvernehmlich erarbeitete Gebührenanpassung absegnet. Auf Basis eines Verwaltungsvorschlags hatten mehrere Ausschussmitglieder Änderungswünsche

Mitglieder des Freibadfördervereins erhalten Nachlass auf Saisonkarten

eingebracht: So hatte beispielsweise Inge Friedrich (Grüne Liste) die pauschale Erhöhung von 30 Cent bei den Einzelkarten moniert, weil diese für Jugendliche dann prozentual höher ausgefallen wäre. Daher werden nur die Einzelkarten für Erwachsene um diesen Betrag erhöht, womit die Tageskarte dann 3,70 kosten würde. Für Jugendliche würde der Preis für die gleiche Kategorie nur um 20 Cent auf 2,10 Euro steigen. Zwischen zwei und vier Euro mehr würden bei den verschiedenen Zehner- und Saisonkarten fällig.

Ein besonderes Bonbon hat sich das Gremium für die aktiven Mitglieder des Freibadfördervereins ausgedacht: Außer den vielen Worten des Dankes, die die ehrenamtlich Engagierten angesichts des mit dem Neubau des Sanitärgebäudes besonders arbeitsintensiven Jahres ernteten, sollen alle Vereinsmitglieder, die im vergangenen Jahr mit angepackt haben, einen Nachlass auf Saisonkarten erhalten. Dieser soll rund 30 Prozent betragen. Für Erwachsene würden sie dann 50 anstatt 70 Euro kosten und Jugendliche müssten 25 statt 35 Euro bezahlen.

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