Im Einsatz für ein tolerantes Miteinander

Förderverein des Schönbuch-Gymnasiums feierte sein 30-jähriges Bestehen

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Artikel vom 06. November 2017 - 18:18

HOLZGERLINGEN (red). Seit 30 Jahren unterstützt der Förderverein des Schönbuch-Gymnasiums in Holzgerlingen die pädagogische Arbeit der Schule. Dabei wurden Abi-Preise und Schüleraustausche finanziert, die Erstellung einer internationalen Schülerzeitung gefördert und kulturelle Veranstaltungen, unter anderem mit Zeitzeugen, organisiert. Auch bei der Anschaffung von Musikinstrumenten waren die Förderer behilflich. Mit einem Festakt wurde dies im Beisein von Holzgerlingens Bürgermeister Wilfried Dölker und dem neuen Schulleiter Sebastian Schimmer in der Aula gefeiert.

Los ging es am 27. März 1987, als drei Elternvertreter gemeinsam mit drei Lehrern und drei ehemaligen Schülern den Verein ins Leben riefen. Der aktuelle Fördervereins-Vorsitzende, Raymond Chow, freute sich besonders darüber, dass er mit der Ehrenvorsitzenden Gisela Plieseis, dem zweiten Vorsitzenden Peter Goerke und dem Ehrenmitglied Joachim Herzog beim Festakt drei Gründungsmitglieder begrüßen konnte.

Chow wies darauf hin, dass es dem Förderverein ein besonderes Anliegen ist, mit seiner Arbeit auch darauf aufmerksam zu machen, dass eine gute Ausbildung dazu beiträgt, einen Blick für die Bedeutung von gesellschaftlichem und sozialem Engagement zu bekommen. In seiner Antrittsrede hatte der neue Schulleiter, Sebastian Schimmer, wenige Wochen zuvor hervorgehoben, dass es Aufgabe einer Schule ist, mündige Bürger zum Schutz der Demokratie zu erziehen. "Demokratie", so ergänzte nun der Fördervereinsvorsitzende, "funktioniert nur gut, wenn ihre Bürgerinnen und Bürger friedlich und respektvoll zusammenleben." Als wichtige Bindemittel für gesellschaftlichen Zusammenhalt bezeichnete er dabei Regeln des Miteinanders, Verbundenheit zum Gemeinwesen und das Vertrauen in Institutionen.

"Wir müssen aber auch Toleranz und Offenheit leben und das Verständnis für fremde Kulturen erhöhen", sagte Chow. In diesem Zusammenhang verwies er darauf, wie wichtig es dem Förderverein ist, durch die Finanzierung von Schüleraustauschen, Schülerreisen und der Gestaltung von internationalen Wochen der Fremdenfeindlichkeit in Form von neuartigen Formen des Nationalismus entgegen zu wirken.

Beispielhaft hierfür nannte Chow auch die jährliche Weihnachtsaktion, die seit dem Jahr 2000 von der damaligen Vorsitzenden Gisela Plieseis organisiert wird. Das eingesammelte Geld kommt einer sozialen Einrichtung, oft auch in einem Dritte-Welt-Land, zu Gute.

Für die aktuelle Weihnachtsaktion ist es das Projekt "Licht für Afrika", das einem zweigeteilten Zweck dient. Zum einen bauen Zehntklässler zusammen mit dem Vorstandsmitglied Peter Hartkopf im Rahmen ihres NWT-Unterrichts Solarlampen, die Schülern in Gambia zur Verfügung gestellt werden. "Damit", so Raymond Chow, "müssen die Kinder in Gambia ihre Hausaufgaben nicht länger unter Straßenlampen erledigen." Finanziert wird diese Aktion unter anderem durch den Förderverein des Rotary Club Sindelfingen.

Der Verein organisiert auch fachliche Einblicke, beispielsweise in die Welt von Computern und Robotik. Stärken will der Vereinsvorsitzende auch Netzwerkarbeit mit Ehemaligen. Dadurch sollen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich die Schulabgänger in ihrem Berufsleben erarbeitet haben, für Praktika, BOGYs und Coaching genutzt werden. Wie dies funktionieren kann, zeigte die Jubiläumsveranstaltung. Mit dem Zauberer Timo Marc trat ein ehemaliger Schüler als Überraschungsgast auf, der heute zu den Spitzenvertretern in der Welt der Magie zählt.

Musikalisch begleitet wurde das Programm durch das Schulorchester des Schönbuch Gymnasiums unter der Leitung von Birgit Müller und durch die von Joachim Reichl geleitete Band JZ Faktor, die aus ehemaligen Schülern besteht.

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