Sanierung des Naturfreibads kann losgehen

Austausch Neptunfilter läuft an

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    Der Neptunfilter ist das Herzstücks des Naturfreibads Herrenberg und wird nun ersetzt Foto: Schilling

Artikel vom 29. November 2016 - 17:00

HERRENBERG (red). Der Planer und die Stadtwerke Herrenberg haben jetzt einen Sanierungsplan für das Naturfreibad vereinbart. Dies teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Die Maßnahmen erfolgen im Rahmen der Nachbesserung. Die Kosten betragen zwischen 180 000 bis 220 000 Euro. Für die Stadt entstehen keine Kosten. Externe Gutachter werden die Arbeiten am Neptunfilter überwachen und dokumentieren. Die Sanierung soll am 5. Dezember starten und im März 2017 abgeschlossen sein.

Erleichtert zeigten sich Bürgermeisterin Gabrielle Getzeny und Stadtwerke-Chef Florian Müller, dass die Einigung mit der Haftpflichtversicherung des Generalplaners nun gelungen ist. "Wir sind sehr froh, dass wir eine konstruktive Lösung erarbeiten konnten und die Sanierung nun beginnt", sagte Bürgermeisterin Getzeny. Der Sanierungsplan beschreibt die zentralen Reparatur-Maßnahmen am Neptunfilter und am sogenannten Schwallwasserbehälter.

Ergänzt wird die Vereinbarung durch eine detaillierte Liste, die alle Arbeitsschritte auflistet, die im Winterhalbjahr von der Wasserwerkstatt und von den beteiligten Firmen erledigt werden müssen. Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht der Austausch des Neptunfilters: Der sogenannte Trockenfilter mit einer Fläche von 600 Quadratmetern wird komplett abgetragen, das alte Filtergranulat entsorgt und der Filterkörper gereinigt. Danach wird der Neptunfilter mit neuem Granulat aufgefüllt. Dieses muss gewaschenes, zertifiziertes Material mit einer Körnung gemäß den Richtlinien für die biologische Wasseraufbereitung sein. Das alte Filtermaterial, so hatte sich herausgestellt, ist ungeeignet. Die Körnung entspricht nicht den Vorschriften.

Die Stadtwerke fordern zudem eine zeitnahe Einsicht in die Unterlagen zur Berechnung der Filterfläche bei 3000 Freibadgästen. Auf die sogenannte Nennbesucherzahl von 3000 Badegästen war das Herrenberger Naturfreibad ausgelegt worden. Man wolle vor der Mängelbeseitigung reagieren können, falls hier Handlungsbedarf bestehen würde, erläutert Florian Müller. Außerdem muss die Wasserwerkstatt, so wurde schriftlich festgehalten, den Schwallwasserbehälter vollständig ausräumen und gründlich reinigen. Stadt und Planer verständigten sich weiterhin darauf, dass externe Gutachter die Arbeiten vor Ort überwachen und eine umfassende Fotodokumentation von jedem Schritt erstellen.

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