Glockenspiele einst und heute

Artikel vom 28. September 2016 - 10:00

HERRENBERG (red). Beim nächsten Glockenkonzert am Samstag, 1. Oktober, geht es um ein besonderes Thema. Kaum jemand in Herrenberg wird wissen, dass es in der Stiftskirche schon einmal ein kleines Glockenspiel gegeben hat. Im Jahr 1936 wurde im Turm der Stiftskirche ein neues Uhrwerk eingebaut. Dieses hatte eine mechanische Walze auf die man Schaltnocken setzen konnte um an den vorhandenen Läuteglocken einen Schlaghammer zu betätigen. Damit waren mit den vier vorhandenen Glocken einfache Melodien zu spielen. Aus dieser Zeit hängen noch auf dem Stiftkirchenturm die Mittagsglocke und die Guldenglocke.

Fritz Hanßmann, Leiter der Bauhütte, wird diesen Melodien nachgehen und sie mit dem neuen Carillon vervollständigen. Dazu wird man auch passende Läutemotive hören. Es gibt sicher ein interessantes Konzert, bei dem man manches erfahren und hören kann. Das Konzert beginnt mit einer kurzen Einführung im Schiff der Stiftskirche und endet kurz vor 18 Uhr mit dem Läuten der 800-jährigen Armesünderglocke, die damit das Ende des Sabbats verkündet. Nach dem Uhrenschlag und der Carillonmelodie " Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden" erklingt dann das Großplenum mit insgesamt 19 Glocken, bestehend aus den Zimbelglocken und dem Hauptgeläut. Das tragende Fundament bildet die tiefe Gloriosa, die Festtagsglocke der Stiftskirche.

Der Eintritt ist frei, doch wird zur Deckung der Kosten und für die Unterhaltung des Museums um eine Spende gebeten.

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