Glocken klingen in der Herrenberger Stiftskirche

Konzert am Samstag, 3. September

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    Das Glockenspiel in Herrenberg Foto: hes

Artikel vom 25. August 2016 - 12:00

HERRENBERG (red). Ein Glockenkonzert findet am Samstag, 3. September, um 17 Uhr in der Herrenberger Stiftskirche statt. Dekan i.R. D. Eisenhardt stellt Klangbeispiele für das Zusammenläuten von evangelischen und katholischen Kirchen vor.

Die Betglocke der Stiftskirche und die Glocke der katholischen Martinskirche rufen jeden Abend um 18 Uhr zum Gebet. Das besondere dabei ist, dass die Glocke der Martinskirche zunächst für eine evangelische Kirche bestimmt war. Die Betglocke der Stiftskirche hat ursprünglich auf einem katholischen Turm geläutet. Beide klingen im gleichen Ton es - ein schönes Beispiel hörbarer Ökumene.

Im Glockenkonzert am 3. September geht es darum, die Vielfalt der Zusammenklänge verschiedener Kirchen hörbar zu machen. Ausgangspunkt sind vier Kirchen der Stadt Backnang. Mit den 36 läutbaren Glocken der Herrenberger Stiftskirche kann eine Vielzahl weiterer Varianten nach geläutet werden. Dazwischen ist auch das Carillon zu hören. Das Konzert beginnt mit einer Einführung im Schiff der Stiftskirche und endet kurz vor 18 Uhr mit dem Läuten der 800-jährigen Armesünderglocke, die damit das Ende des Sabbats verkündet. Nach dem Uhrenschlag und der Carillonmelodie "Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden" erklingt dann das Großplenum mit 19 Glocken, bestehend aus den Zimbelglocken und dem Hauptgeläut. Das tragende Fundament bildet die Gloriosa, die Festtagsglocke der Stiftskirche mit ihrem tiefen b°.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, doch wird für die Unterhaltung des Museums um eine Spende gebeten.

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