Mit Jerg Ratgeb auf zu neuen Ufern

Bürgergruppe feiert einjähriges Bestehen des Skulpturenpfads - Vermarktung wird angekurbelt

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    Der Ratgeb-Altar von Lutz Ackermann
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    Auf dem Weg hoch zum Herrenberger Schlossberg: die "Bauernkriegsfamilie" von Thomas Putze Fotos: Thomas Bischof

Mit einem Umtrunk feierte das Kern-Team der Herrenberger Bürgergruppe Jerg-Ratgeb-Skulpturenpfad gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Sprißler und Vanessa Watkins, Referentin für Bürgerprojekte vom Team Bürgerengagement (BE), das einjährige Bestehen des Skulpturenpfads.

Artikel vom 14. August 2016 - 17:00

HERRENBERG (red). Die Gruppe erinnerte an das erfolgreiche erste Jahr und besprach zukünftige Projekte. Die Einweihung des Skulpturenpfads liegt gerade ein Jahr zurück und das Kern-Team sprüht schon wieder vor neuen Ideen und Wünschen für die Zukunft des Pfads. "Die Gruppe hat ein echtes kulturelles Highlight in Herrenberg geschaffen. Mit durchschnittlich einer Führung pro Woche wurde der Pfad im letzten Jahr sehr gut angenommen. Aber mit diesem Erfolg geben Sie sich nicht zufrieden, sondern arbeiten nun an den nächsten Schritten. Das ist es, was mich ganz persönlich freut und stolz macht", erklärte Thomas Sprißler in seiner Dankesrede. Ganz konkret dreht sich die momentane Arbeit um die Vermarktung des Pfads. Finanziert wird die neue Projektphase über den Herrenberger Bürgertopf.

Elena Hocke, Projektpatin und stellvertretende Leiterin der Volkshochschule, fasste den aktuellen Arbeitsstand kurz zusammen: "Flyer in Englisch, Französisch und Italienisch erscheinen in Kürze, ein Skulpturenkatalog zur Ausstellung ist für das Vorweihnachtsgeschäft geplant und eine Webseite ist auch in Arbeit."

Ab 2017 möchte die Gruppe dann mit frischen Formaten neue Zielgruppen für die künstlerische Auseinandersetzung mit Jerg Ratgeb begeistern, zum Beispiel mit Taschenlampen-Führungen für Kinder, Führungen für Blinde, bei denen Anfassen ausdrücklich erlaubt ist oder auch mit kreativen Bildhauerworkshops, die den Pfad als Inspiration nutzen. "Meine langfristige Vision ist der Ausbau des Pfades zu einem Rundweg", erläuterte der Kurator Helge Bathelt.

Bei Sekt und Häppchen kamen die besonderen Leistungen der Gruppe zur Sprache: So gewann das Bürgerprojekt 2015 den zweiten Platz im Leuchtturm-Wettbewerb des Staatsanzeigers in der Kategorie "Bürgerschaftliche Initiativen". Auch die Tatsache, dass ein lockerer Zusammenschluss von Menschen ein Projekt mit einem Gesamtwert von 270 000 Euro durch Spenden, Leihgaben und Geld aus dem Bürgertopf stemmt, hob OB Sprißler als bemerkenswert hervor. Walter Grandjot, Mitglied des Kernteams, beantwortete Sprißlers Dankesrede mit einem Lob für die Mitmachstadt: Um ein solches Projekt auf die Beine zu stellen, müsse man "können, dürfen und wollen", so Grandjot. "Wir haben von allen Ämtern nur Unterstützung erfahren", betonte Grandjot und bedankte sich für die Förderung durch die Stadt Herrenberg.

Anekdoten aus der Anfangszeit

Der Abend endete mit Anekdoten und persönlichen Geschichten aus der Zeit, als die Vorbereitungen für den Pfad auf Hochtouren liefen. "Nie werde ich vergessen, wie wir beim Transport von Bohnets Skulptur mit dem Anhänger im Feld stecken blieben und schließlich um drei Uhr nachts von Stefan Heinrich (Mitglied des Kernteams) rausgezogen wurden", erzählte Stephanie Brachtl lachend. "Das Besondere für mich waren die ganz unterschiedlichen Menschen, die ich durch das Projekt kennengelernt habe. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass international bekannte Künstler im direkten Kontakt so bescheiden und sympathisch sind", ergänzte Walter Grandjot, und die restliche Gruppe nickte zustimmend. Alle sind sich einig: Die Bürgergruppe des Jerg-Ratgeb-Skulpturenpfads ist aufgebrochen zu neuen Ufern und freut sich schon auf die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit.

 

  Um alle Projekte, die für die Zukunft geplant sind, realisieren zu können, sind Spenden an die Bürgergruppe Jerg-Ratgeb-Skulpturenpfad immer willkommen. Information und Kontakt: Elena Hocke, Telefon (0 70 32) 27 03-12, E-Mail hocke@vhs.herrenberg.de.
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