Ein Vormittag im Zauberwald für Grundschüler

Walderlebnisstationen der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege aus Weil im Schönbuch

Artikel vom 19. Mai 2014 - 10:42

WEIL IM SCHÖNBUCH (mmü). Einen besonderen Walderlebnistag hat sich die Arbeitsgemeinschaft für Heimatpflege aus Weil im Schönbuch gemeinsam mit dem Kinderbuchautor Wilhelm Bleddin aus Dettenhausen und den Förstern Daniel Berner und Walter Langer ausgedacht: Bei der Weiler Hütte soll es am Mittwoch, 4. Juni, von 9 bis 14 Uhr einen "Vormittag im Zauberwald" geben. Angemeldet dazu haben sich Drittklässler aus drei Grundschulen.

Dass der Schönbuch 2014 zum "Wald des Jahres" in Deutschland gekürt wurde, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Dafür, dass es sich bei alledem nicht bloß um einen abgehobenen Titel handelt, sondern um ein Prädikat, das auch in die Köpfe und die Erlebniswelt eindringt, will die Arbeitgemeinschaft mit ihrem besonderen Erlebnistag für Grundschüler einen Beitrag leisten. Dabei ist der 4. Juni, an dem sich das Angebot ausschließlich an drei dritte Klassen aus den Grundschulen von Weil im Schönbuch, Holzgerlingen und Hildrizhausen richtet, durchaus als ein Prototyp gedacht: "Wir sind offen für alles", sagt Jochen Hiller von der Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege, "gut möglich, dass sich der Walderlebnistag zu einer dauerhaften Einrichtung auswachsen wird, zu der dann auch alle Interessierten dazustoßen könnten."

Vier Stationen werden am 4. Juni im Wald aufgebaut und von der Weiler Hütte ausgehend erschlossen: Kinderbuchautor Friedrich Gand (alias Wilhem Bleddin) entführt mit Texten auf eine abenteuerliche "Reise durch den Zauberwald". Die Förster Walter Langer und Daniel Berner nehmen die Grundschüler mit auf eine "Wanderung durch den Zauberwald." "Unken im Zauberwald" gibt es mit Walter Matzanke zu entdecken - darunter auch die gefährdete Gelbbauchunke, den "Lurch des Jahres 2014". Und "Entspannung im Zauberwald" verspricht schließlich auf einer Waldwiese die Yoga-Lehrerin Heike Bauer aus Sindelfingen. Nach einer Stunde kehren die Kinder zur Weiler Hütte zurück, können sich stärken, ehe sie den nächsten Part in Angriff nehmen; sodass am Ende alle Schulkinder alle Stationen durchgemacht haben. Am Schluss wird gemeinsam bei der Weiler Hütte gegrillt.

Doch die Schüler sollen den Wald nicht nur auf dem Präsentierteller vorgesetzt bekommen, sondern auch selbst aktiv werden. In die Schule zurückgekehrt, darf jedes Kind einen Erlebnisbericht verfassen oder ein Bild malen, um seinen ganz persönlichen Zauberwald festzuhalten. Die jeweils drei besten Arbeiten werden von der Arge prämiert. Weitere Infos bei Jochen Hiller, Telefon (07157)535980 / gh[*]his-service.de.

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