Im Corona-Einsatz für Hilfsbedürftige

Stadt, evangelische Kirche und Bürgerstiftung Sindelfingen küren weitere "Alltagshelden".

Artikel vom 23. Juni 2020 - 16:42

SINDELFINGEN (red). In Sindelfingen wurden jetzt wieder Menschen als Alltagshelden gewürdigt, die während der Corona-Krise Herausragendes geleistet haben. Die Aktion "Sindelfinger Alltagshelden" ist von der Stadt, der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde und der Bürgerstiftung ins Leben gerufen worden. Sie haben Ende April die Bürger dazu aufgerufen, ihre Alltagshelden zu melden. Der Appell ist auf fruchtbaren Boden gefallen.

Oberbürgermeister Bernd Vöhringer: "Hinter uns liegen Wochen der Entbehrung und Einschränkung. Für viele Bürgerinnen und Bürger, insbesondere die Risikogruppen, wurde der Alltag zur Herausforderung. Da stellen sich plötzlich Fragen wie ,Wie erledige ich Einkäufe, wo ich doch zu Hause bleiben soll?, ,Wer unterstützt mich bei anderen alltäglichen Erledigungen? oder ,Wie halte ich Kontakt zu meinen Liebsten? Um diese und viele andere Herausforderun-gen zu meistern, haben sich zahlreiche Sindelfingerinnen und Sindelfinger kreative Lösungen überlegt, sich zusammengetan und unterstützt, wo es nur ging." Mit der Aktion "Alltagshelden" würdigen Stadt, Bürgerstiftung und Kirche diesen Einsatz.

Jetzt sind zu Alltagshelden gekürt worden:

Karin Hebrank-Beuttler: Sie näht seit Wochen Masken in fröhlichen Farben für Familie und Nachbarn. Darüber hinaus unterstützt sie aktiv Traditionsveranstaltungen wie den Maichinger Weihnachtsmarkt.

Sophie Herrmann und Gertrud Merz: Sie haben den Kindern der Kita Aibachgrund in Darmsheim virtuelle Trommelworkshops und angeleitetes Turnen von zu Hause ermöglicht. Weil Webcams ausverkauft waren, haben Sophie Herrmann (90 Jahre) und Gertrud Merz (über 80 Jahre) die Initiative ergriffen und eine Webcam zur Verfügung gestellt.

Masoumeh Farhangi: Sie engagiert sich im Verein Sozialdienst muslimischer Frauen e.V. engagiert und betreut dort zwei Tagen die Woche ehrenamtlich die Kinderturngruppe im Inseltreff Eichholz. Gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern hat sie zahlreiche Masken im Rahmen der Aktion "Sindelfingen näht für Sindelfingen" gefertigt. Die Masken wurden an die Stadt übergeben. Darüber hinaus hat Masoumeh Farhangi Masken für ihre Familie und die Kolleginnen aus der Kita Stelle/Roter Berg genäht.

Margot Uhel: Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass in der Stiftstraße jeden Montag belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen an bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger ausgegeben werden können. Zur Freude aller kommt sie immer wieder mit großen Blechen voll selbst gebackenem Kuchen vorbei.

Ulrike Pflieger-Lehmann: Sie unterstützt ihre 92-jährige Nachbarin seit vielen Monaten und ganz besonders in der Corona-Zeit durch Einkäufe, Botengänge aller Art und aufmunternde Gespräche. Da diese allein im Haus wohnt und auf Hilfe angewiesen ist, ist sie Ulrike Pflieger-Lehman außerordentlich dankbar. Hitt

Sonja Marquardt und Frank: Sie greifen ihrer Nachbarin Dietlinde Leonhardt (82 Jahre) im Corona-Alltag und darüber hinaus unter die Arme - sei es mit Einkäufen auf dem Wochenmarkt, Besorgungen in der Apotheke oder anderen Erledigungen, für die Dietlinde sonst das Haus verlassen müsste.

"Von den kleinen und großen Helfergeschichten in Sindelfingen zu hören und zu lesen, beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Allen Alltagshelden möchte ich auch im Namen der evangelischen Gesamtkirchengemeinde und der Bürgerstiftung Sindelfingen danke sagen! Ich danke auch den Bürgerinnen und Bürgern, die uns diese Geschichten übermitteln und dabei helfen, das Engagement unserer Alltagshelden sichtbar zu machen", sagt Oberbürgermeister Vöhringer.

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