Eine Million Euro weniger wegen Corona-Krise

Aidlingen will Haushalt 2020 verabschieden und sparen.

Artikel vom 05. Juni 2020 - 18:18

Von Matthias Weigert

AIDLINGEN. Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Aidlinger Kommunalfinanzen aus. Das verkündete Bürgermeister Ekkehard Fauth am Donnerstagabend in der Sonnenberghalle, wo wieder einmal coronabedingt getagt wurde. Auf ein Minus von einer Million Euro berechnet Gemeindekämmerer Joachim Brenner die vor allem steuerlichen Auswirkungen der Pandemie, weil sich Einnahmeausfälle beim Einkommensteueranteil und der Gewerbesteuer im Ertragshaushalt abzeichnen, der noch gar nicht beschlossen ist.

Denn erst Ende Juni will die Ratsrunde den Haushalt 2020 beschließen, und zwar mit den Zahlen und Projekten, auf die sich vor der Pandemie Kämmerei und Gemeinderat auch im Rahmen einer Klausurtagung verständigt hatten. Verständlich scheint dies nicht auf den ersten Blick für die Bürgervertreter. Doch Bürgermeister Ekkehard Fauth konnte aufklären. So rät das Landratsamt Böblingen als Kommunalaufsicht allen Kommunen die erarbeiteten Finanzpläne zu beschließen und mithilfe eines Nachtrags im Herbst der neuen Entwicklung Rechnung zu tragen. Die Nachbargemeinde Grafenau machte es den Aidlingern bereits vor. Dort nutzte der in diesem Jahr zur Bürgermeisterwahl wieder antretende Martin Thüringer die Empfehlung, um keines seiner Zukunftsprojekte in den nächsten Monaten streichen zu müssen.

Bereits den Rotstift angesetzt hat dagegen die Aidlinger Gemeindeverwaltung. Eine halbe Millionen Euro könnte demnach im Ergebnishaushalt eingespart werden. Über 200 000 Euro könnten im Investitionsprogramm herausgeschwitzt werden. Dem muss allerdings noch der Gemeinderat zustimmen.

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