Von der Arbeit mit Robotern fasziniert

Team des Gymnasiums Unterrieden Sindelfingen beim "First-Lego-League"-Wettbewerb erfolgreich

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    Das Team "Systemadministrator" mit seinem Roadie nach dem erfolgreichen Wettkampf Foto: red

Artikel vom 02. März 2020 - 16:42

SINDELFINGEN (red). Dreimal den ersten Platz belegte das Team "Systemadministrator" des Gymnasiums Unterrieden Sindelfingen (GUS) mit Jannik Lorenz, Henrik Mertens und Nils Seibert in der ersten Runde des "First-Lego-League"-Wettbewerbs. Es ist das erste Mal, dass Schüler der Robotik-AG des GUS bei diesem internationalen Wettbewerb am Start sind.

Die erste Kategorie, in der sich das Team "Systemadministrator" beweisen musste, war das Teamwork. Dabei bewertet eine Jury die Abläufe und die Kommunikation innerhalb des Teams mithilfe verschiedener Fragen und Aufgaben. Nach der Wertung im Forschungsprojekt mit einem fünfminütigen Vortrag zu einem frei gewählten Thema und der Bewertung des Roboters nach Funktionalität und Design ging es zum spannendsten Teil des Wettbewerbs, dem Robot-Game.

In dieser Kategorie muss der Roboter auf einem Spielfeld mit verschiedenen Lego-Aufgabenmodellen möglichst viele Punkte sammeln. Dazu muss er selbstständig Aufgaben lösen, zum Beispiel Miniaturgebäude an der korrekten Position platzieren oder einen Kran betätigen. Im Robot-Game war das Team "Systemadministrator" besonders erfolgreich und qualifizierte sich problemlos für das Finale. Und auch das Finale konnten die Schüler des GUS mit etwas Glück gewinnen.

Um sich allerdings für die nächste Runde des Wettbewerbs zu qualifizieren, muss man in allen Kategorien gut abschneiden. Etwas überraschend gewann das Team neben dem Robot-Game auch das Roboterdesign und qualifizierte sich dadurch mit einem ersten Platz in der Gesamtwertung für die nächste Runde in Regensburg.

Die Schüler vom Team "Systemadministrator" sind seit rund fünf Jahren in der Robotik-AG mit Begeisterung bei der Sache: "Es ist einfach cool, dem Roboter einzuprogrammieren, was er machen soll, und zu sehen, dass er das dann wirklich macht; das ist die Faszination an der Robotik!", erklärt Nils Seibert. Sein Teamkollege Jannik Lorenz pflichtet ihm bei: "Ich habe die Robotik-AG schon am Tag der offenen Tür gesehen, ehe ich ans GUS kam und war sofort fasziniert. Mein Ziel ist es, die Fehlerquote unseres Roboters zu minimieren."

Joachim Ohno, ehemaliger Experte für Automatisierung bei der Firma Werner & Pfleiderer Industrielle Backtechnik, hat die Robotik-AG vor sieben Jahren am mitinitiiert. Seine Motivation zieht er aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung: "Ich hatte Schwierigkeiten, einen Nachfolger zu finden - gute Ingenieure sind rar. Deshalb wollte ich bereits junge Menschen für technische Berufe motivieren. So kam es zur Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Unterrieden."

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