Tüfteln, Staunen, Entdecken: Sindelfinger Wissenstage

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    Auftakt zu den Sindelfinger Wissenstagen (v. l.): Karl Peter Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke, Marisa Di Dio-Marold, Projektleiterin der Wissenstage und von "Jugend forscht", Sina Schrödlen, Personalreferentin Faulhaber, Wettbewerbsleiterin Lia Hasenmaier, OB Bernd Vöhringer, Katja Höhborn, Leitung Personal Pfinder, Bernd Gärtner, Verantwortlicher der DH-Ausbildung bei Philips Medizin Systeme, und Ulrich Prosch vom Vorstand der Volksbank Foto: red

Artikel vom 28. Januar 2020 - 18:24

SINDELFINGEN (red). Die 13. Sindelfinger Wissenstage bieten für Kinder, Jugendliche, Schulklassen und Kindertagesstätten sowie alle anderen interessierten Sindelfingerinnen und Sindelfinger wieder zahlreiche Veranstaltungen rund um Forschung und Wissenschaft sowie die MINT-Fächer. Mit rund 100 Programmpunkten in den Bereichen Naturwissenschaft, Technik, Wirtschaft, Geschichte, Musik, Gesundheit, Kunst und Kultur ist für jeden Geschmack etwas dabei. Vorwissen wird bei den Wissenstagen nicht benötigt; lediglich Kreativität, Interesse und Neugier sind gefragt.

Das vielfältige Programm ermöglicht Einblicke in oftmals unbekannte Themen. Angetrieben durch die Neugier haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, Neues auf spielerische Weise und durch Experimentieren kostenlos auszuprobieren. "Viele Unternehmen haben das Potenzial der Wissenstage und von ,Jugend forscht erkannt und unterstützen heute mehr als zuvor die Fortbildung und Entwicklung der Nachwuchskräfte von morgen", so OB Vöhringer.

In diesem Jahr bieten rund 50 Partner ein abwechslungsreiches Programm, viele davon sind von Beginn an mit dabei. So etwa das Haus der Familie mit seinen zahlreichen Workshops und Seminaren, die Sindelfinger Kinderuni mit Vorträgen, die Kinder- und Jugendakademie BuntStift - mit dem Tag des BuntStifts - und die Wirtschaftsförderung mit dem Angebot "Schüler im Chefsessel" für die Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe der Sindelfinger Gymnasien.

Neun Partner bereichern das Programm zum ersten Mal, so auch das Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen. Der Startschuss der diesjährigen Wissenstage fiel letzte Woche. Das Werk hat einen Tagesworkshop für Schüler(innen) angeboten, um Einblicke in die technische Berufsausbildung zu bekommen. Die Wohnstätten zeigen bei einer Baustellenbesichtigung, worauf es beim Hausbau neben Statik und Architektur ankommt.

Elektro Steckroth gibt bei einer Führung durch die Azubi-Werkstatt Einblicke in das Berufsfeld des Elektrikers. Tanzpädagogin Olivia Musleh erforscht mit den Kindern mit Tanz und Bewegung den eigenen Körper. Die Walsdorff Zahntechnik GmbH zeigt, wie ein Zahnmodell mit modernster Technik und Handwerkskunst erstellt wird. Der Softwareentwickler ViSoft aus Sindelfingen zeigt, wie ein Bad mit bestimmter Software digital geplant wird. Das Amt für Digitalisierung baut in einem Workshop gemeinsam mit den Kindern Messstationen.

Die Dampfbahnfreunde erläutern in ihrem Workshop, welchen Einfluss die Dampflokomotive auf die industrielle Entwicklung Europas hatte. Im Workshop bei Schreiner Schindler dürfen Kinder selbst basteln und erhalten Einblicke ins Berufsfeld des Schreiners.

Das Programm der Wissenstage ist auch 2020 wieder stark gefragt. Einige Veranstaltungen sind bereits ausgebucht. Wer sich aber beispielsweise noch für eine Unternehmensführung bei der RAS Reinhardt Maschinenbau GmbH oder Walsdorff Zahntechnik GmbH anmelden möchte, sollte dies schnell tun. Eine ausführlicher Beschreibung gibt es auf der Homepage der Stadt, http://www.sindelfingen.de/wissenstage.

Forsche(nd)e Jugend

Ein jährliches Highlight der Sindelfinger Wissenstage stellt der Regionalwettbewerb Mittlerer Neckar "Jugend forscht/Schüler experimentieren" dar. Zahlreiche Jungforscherinnen und -forscher treten am 13. und 14. Februar in der Stadthalle an, um ihre Projekte den Juroren, Pressevertretern, Sponsoren und Besuchern zu präsentieren. Die Sieger unter den Teilnehmern qualifizieren sich mit ihren Projekten für den Landeswettbewerb in Baden-Württemberg im März und April. Den Abschluss der Wettbewerbsrunde bildet das Bundesfinale vom 21. bis 24. Mai in Bremen.

"Als Technologie- und Innovationsstandort ist es für uns wichtig, Initiativen wie ,Jugend forscht zu unterstützen. Denn als Pate von ,Jugend forscht, aber auch als Organisator der Sindelfinger Wissenstage, tragen wir nicht nur dazu bei, junge Menschen für Wissenschaft zu begeistern, sondern ebenso ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder interessierte und leistungsbereite junge Mensch die Chance hat, neben der Schule noch weiter gefördert zu werden", so Oberbürgermeister Bernd Vöhringer.

Bundesweit haben sich 11 768 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Im Bundesländervergleich hält Baden-Württemberg mit 1436 Anmeldungen den dritten Platz. 56 Projekte werden in der Stadthalle vorgestellt. Auch die Sindelfinger Schulen sind dort wieder stark vertreten.

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