Einen "Bus des Schullebens" kreiert

Projekt von Frida Mössinger, Nina Cvetnic und Unterrieden-Kunstlehrerin Plattner-Heubeck

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    Freudensprung der Künstlerinnen Frida Mössinger und Nina Cvetnic: So sieht jetzt die neue Schulbus-Haltestelle am Unterrieden-Gymnasium aus Foto: red

Artikel vom 09. Dezember 2019 - 17:00

SINDELFINGEN (red). Zwei Schülerinnen haben die Bushaltestelle des Gymnasium Unterrieden neu gestaltet. Der Entwurf hierfür entstand im Kunstunterricht und hat sowohl die betreuende Kunstlehrerin Monika Plattner-Heubeck als auch die Schulleitung überzeugt. So wurde aus der Idee Wirklichkeit: Seit kurzer Zeit schmückt nun der "Bus des Schullebens" die Haltestelle.

Thema im Kunstunterricht der zehnten Klasse war die architektonische Neugestaltung der Bushaltestelle. "Dabei kam mir die Idee, dass wir die bestehende Bushaltestelle verschönern könnten, weil die alten Bemalungen ausgeblichen waren", so Monika Plattner-Heubeck. Die Schüler fertigten im Unterricht verschiedenste Entwürfe an, wobei besonders der von Frida Mössinger und Nina Cvetnic überzeugte. "Bushaltestelle und Bus, das klingt logisch", erklärt Plattner-Heubeck, und so fiel in Abstimmung mit Schulleiterin Martina Fuchs die Entscheidung für den Entwurf der beiden.

"Wir wollten die Schullaufbahn eines Schülers darstellen und haben uns überlegt, welche Einstellung man in den jeweiligen Klassen zur Schule hat", so Frida Mössinger und Nina Cvetnic (Jahrgangsstufe 1). Herausgekommen ist ein gelber Schulbus mit acht Unterteilungen, die den acht Klassenstufen des Gymnasiums entsprechen.

Die Schullaufbahn beginnt am hinteren Ende des Busses. In den Stufen 5 und 6 überwiegen Motivation und Freude, dargestellt durch Freudensprünge der Schülersilhouetten und Sprechblasen wie "Endlich auf dem Gymnasium". In der Siebten lasse jedoch bei einigen die Motivation nach, es werde anstrengender. In der Mittelstufe stehen eben auch Spaß, Musik oder die erste Liebe im Vordergrund. In Klasse 9 und 10 wollten viele die Schule am liebsten nur noch hinter sich bringen. In der Zehnten geht es darum zu entscheiden, ob man das Abitur anstrebt oder aus dem (gymnasialen) Schulbus aussteigt. Wer im Bus bleibt, auf den warte viel Stress, aber es winken Abitur und am Ende ein Freudentanz: "Endlich fertig!". Vielleicht macht man zu diesem Zeitpunkt auch schon den Führerschein; man ist nun hinter dem Lenkrad des Busses angekommen.

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