Am Weltlehrertag besucht Landrat Roland Bernhard die Bodelschwingh-Schule in Sindelfingen

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    Durch hochwertige Bildung Teilhabe ermöglichen - das ist das Ziel von Bodelschwingh-Schul-Chef Albrecht Gall, im Bild mit Schülerinnen und Schülern Foto: Archiv

Der von der UNESCO 1994 ausgerufene Weltlehrertag rückt den Berufsstand der Lehrer in den Mittelpunkt. Damit soll an die bedeutende Rolle der Lehrkräfte für qualitativ hochwertige Bildung erinnert werden. Landrat Roland Bernhard nahm den Tag zum Anlass, in Sindelfingen die Bodelschwingh-Schule zu besuchen.

Artikel vom 08. November 2019 - 17:42

SINDELFINGEN (red). Dort würdigte er die Arbeit der dort eingesetzten Lehrer, stellvertretend für alle im Landkreis beschäftigten Lehrkräfte.

"Ein gutes Bildungssystem zeichnet sich auch dadurch aus, wie es junge Menschen mit Einschränkungen fördert, um sie auf ein Leben in der Mitte der Gesellschaft und auf eine erfüllende Beschäftigung vorzubereiten", erklärte Landrat Bernhard. "Zu den Rahmenbedingungen für ein attraktives Bildungssystem gehören geeignete Räumlichkeiten und eine gute Schulausstattung, aber vor allem anderen benötigt es eine engagierte Schulleitung und Lehrerschaft, wie hier in Sindelfingen. Der Schulleiter der Bodelschwingh-Schule, Albrecht Gall, und die Lehrerinnen und Lehrer leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Das Engagement für die Schülerinnen und Schüler ist beispielhaft", betonte Roland Bernhard.

Die Bodelschwingh-Schule in Sindelfingen ist ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. In allen drei Bereichen - Schule, Schulkindergarten und Frühberatungsstelle - werden Kinder und Jugendliche mit dem entsprechenden Bildungsanspruch unterrichtet und gefördert. Sowohl Schule, Schulkindergarten als auch die Beratungsstelle sind öffentliche Einrichtungen in der Trägerschaft des Landkreises Böblingen.

Das Einzugsgebiet umfasst Sindelfingen mit Eingemeindungen, Grafenau, Aidlingen und Magstadt. "Wir wollen im Landkreis Böblingen nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch sozialen. Dazu gehört es, dass wir unsere SBBZ unterstützen und den Schülerinnen und Schülern einen guten Weg ins Leben ermöglichen", betont Landrat Roland Bernhard.

Im Schuljahr 2019/2020 besuchen 66 Schülerinnen und Schüler die Bodelschwingh-Schule in Sindelfingen. Die Bodelschwingh-Schule bietet unterrichtliche Angebote von der Grundstufe, über die Hauptstufe bis hin in die Berufsschulstufe. Das Ziel ist die größtmögliche Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler und eine Vorbereitung auf die nachschulische Lebenssituation mit Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe. Die Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung ist handlungsleitend für angemessene Bildungsangebote der einzelnen Schülerinnen und Schüler.

Beim Besuch an der Bodelschwingh-Schule wurde Landrat Roland Bernhard zunächst im Schülercafé begrüßt, wo der Landrat und die Schulleitung kurze Ansprachen an die Lehrkräfte und Schülerschaft richteten. Anschließend besuchte der Landrat die Klasse B2.

Digitale Möglichkeiten begeistern Schülerinnen und Schüler

Dort wurde ihm am interaktiven Display gezeigt, wie die Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsalltag konkret damit arbeiten. Wichtig ist die Einbettung in sinnvolle Lebenszusammenhänge, zum Beispiel die Planung und Vorbereitung für die Schülerbücherei. Interaktive Displays ermöglichen die Bedienung mithilfe einer Software für die Interaktion mit den präsentierten Inhalten sowie einer Touch-Technologie zur Erkennung der Eingabe auf dem Bildschirm. Er kann präsentierte Inhalte und Daten mit den Funktionen einer Software bearbeiten und verändern. Die Steuerung erfolgt mit einem oder mehreren Fingern direkt auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm, der einen oder mehrere Punkte einzeln oder gleichzeitig erkennen kann.

Mithilfe der interaktiven Displays sind unterschiedliche Kommunikationsmittel unmittelbar verfügbar und ermöglichen damit im Bereich Lesen, Schreiben und Rechnen eine intensive Auseinandersetzung und Interaktion auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen; so können die Schülerinnen und Schüler etwa Bilder lesen und zuordnen nach bestimmten Kriterien. Vielfältige Informationen können eingeholt, bearbeitet und dargestellt werden. Auch das Arbeiten bei feinmotorischen Problemen gelingt. "Die digitalen Medien sind für die Schülerschaft attraktiv und eröffnen viele Lernmöglichkeiten im Umgang und der Interaktion unter dem Aspekt der Teilhabe", heißt es in einer Pressemitteilung.

Danach zeigten die Schülerinnen und Schüler der Klasse B1 Roland Bernhard, wie sie eine Abrechnung für das Schülercafé erstellen. Ein Austausch mit Schulleitung und Lehrkräften rundete das Programm ab.

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