Gemeinsamkeiten der Religionen herausgearbeitet

Christen und Muslime gedenken der Opfer in Neuseeland

Artikel vom 21. März 2019 - 17:42

SINDELFINGEN (red). Am Tag des rassistisch motivierten Überfalls auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei dem 50 Menschen ums Leben kamen, trafen sich in der Sindelfinger Versöhnungskirche Muslime und Christen zum Begegnungsabend, zu dem der Christlich-Islamische Dialog Sindelfingen eingeladen hatte.

Am Anfang stand das Gedenken der Opfer dieses entsetzlichen Terroranschlags. Nach einer Schweigeminute sprach Amir Meheljic, Imam an der bosnischen Moschee Gemeinnütziges Islamisches Kulturzentrum Sindelfingen/Böblingen, ein islamisches Gebet. Margret Remppis, Pfarrerin an der evangelischen Versöhnungskirche, las die Seligpreisungen und gedachte in einem christlichen Gebet der Opfer. Imam Amir Meheljic betonte, dass beide Religionen an einen Gott des Friedens glauben. Bedauerlich sei, wie häufig solche Ereignisse zur gegenseitigen Diffamierung missbraucht würden.

Beim anschließenden Begegnungsabend kamen die gut 30 Besucherinnen und Besucher, etwa zur Hälfte Muslime und Christen, an Tischgruppen miteinander ins Gespräch. Am Ende wurde davon berichtet, wie viele Gemeinsamkeiten der beiden Religionen festgestellt wurden. Wege zu Frieden dürften nicht allein den Politikern überlassen werden. Deshalb sei es gerade heute wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen.

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