Schüler entwerfen Flyer für Suizid-Hinterbliebene

Projekt des Arbeitskreises Leben Böblingen mit einem Berufskolleg der Gottlieb-Daimler-Schule 2 in Sindelfingen

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    Haben am Flyer mitgearbeitet: (von links, vorne) Christoph Merck, Alicia Atexinger, Philipp Steiner, (hinten) Rina Rezek, Nadine Gille, Margit Wagner, Barbara Ruoff Foto: red

Artikel vom 21. März 2019 - 17:42

SINDELFINGEN (red). Mit einem Projekt der besonderen Art beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Technische Dokumentation/Mediendesign (BKTD) der Gottlieb-Daimler-Schule (GDS) 2 in Sindelfingen unter der Leitung von Rina Rezek und Nadine Gille. Für die Trauergruppe für Suizidhinterbliebene des Arbeitskreises Leben (AKL) sollten neue Flyer gestaltet werden.

Jährlich werden in Deutschland 60 000 bis 100 000 Menschen neu mit einem Suizid in ihrer Umgebung konfrontiert. Menschen, die Angehörige und Freunde durch Suizid verloren haben, durchleben oft Phasen von tiefer Trauer, depressiven Stimmungen, Schuldgefühlen, Wut und Hilflosigkeit. Diesen quälenden Gefühlen wird in der Trauergruppe des AKL Böblingen Raum gegeben. Das Verständnis und die gegenseitige Wertschätzung in der Gruppe hilft bei der Suche nach eigenen Wegen, mit dem Erlebten umzugehen.

Das schwierige Thema bearbeiteten die Schüler und Schülerinnen nach einer einführenden Stunde zum Thema "Depression und Suizidalität". "Sich in die schwere Thematik einzufühlen, nicht beantwortbare Fragen auszuhalten und sich den eigenen Ängsten zu stellen, erforderte Mut", heißt es in einer Pressemitteilung der GDS 2. Während der Arbeit am Flyer wurde das Thema immer wieder diskutiert.

Beachtliche Anzahl gelungener Entwürfe für das Faltblatt

Für die Gestaltung stellen sich viele Fragen: Welche Bilder sprechen Betroffene an, welche Farben sind geeignet, wie drücke ich Hoffnung aus, die über das Leid hinausweist? Beachtlich war die Anzahl der gelungenen Flyer, die als Arbeitsergebnis vorgelegt wurden und es war eine schwere Aufgabe für die Mitglieder des AKL, die drei besten Flyer auszuwählen. Zwei dieser Flyer werden nun gedruckt und verteilt werden, um betroffenen Menschen Hilfestellung und Wege aufzuzeigen, mit ihrem Leid fertig zu werden.

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