Feuerabend: Sindelfingen glüht auf

Feuerabend und Weindörfle erfüllen die Innenstadt am Freitagabend mit Licht und Leben - Läden öffnen ihre Türen

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    Verfremdetes Sindelfinger Wappen illuminiert das Alte Rathaus auf dem Marktplatz - der war gut gefüllt Fotos: Thomas Bischof
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    Heimeliger Kerzenschein auf dem Marktplatz
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    Buntes Treiben in der Unteren Vorstadt
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    Perfekter Selfie-Hintergrund am Wettbachplatz

Als Auftaktveranstaltung zum Sindelfinger Herbst veranstaltete der City-Marketing Sindelfingen am Freitag den fünften Feuerabend. Von 18 bis 23 Uhr durchzog die Innenstadt ein eindrucksvolles Leuchten, das viele Besucher anlockte.

Artikel vom 09. September 2018 - 16:46

Von Claudia Bauernfeind

Buntes Treiben: Feuershows, Illuminationen, Livemusik, Food-Trucks und geöffnete Läden mit ausgewählten Angeboten zogen unzählige Besucher am Freitagabend in die Sindelfinger Innenstadt. Mit integriert in den feurigen, verkaufsoffenen Innenstadtabend war das Weindörfle entlang der Unteren Vorstadt. Die guten Tröpfchen konnten auch am Samstagabend noch verkostet werden.

 

Feuer und Tanz: Als Walking Acts waren mehrere Gruppen auf den Plätzen der Innenstadt unterwegs und begeisterten an jedem der einzelnen Showpunkte weit über 100 Zuschauer mit ihren Darbietungen. Die Damen der Bauchtanzgruppe Yawahira zeigten ihre rhythmischen Bewegungen mit Dioden besetzten Umhängen, die in der Dämmerung das orientalische Flair in ein brillantes Bild tauchten. Mit echter Flamme dagegen spielten die beiden Feuershow-Formationen SWAP und Cross Fire. Sie schleuderten Feuer-Fontänen in den Abendhimmel und zeichneten mit ihren brennenden Stangen, Seilen, Reifen und Fächern tanzende Flammengebilde in die Luft. Die Musik zum Spiel mit dem Feuer, so verriet Till Weinert von der Gruppe Cross Fire, sei einzigartig und so sonst nirgends zu hören. "Ich habe immer und überall ein Ohr auf musikalische Eindrücke, wenn ich eine Sequenz passend finde nehme ich diese und setze sie mit anderen Stücken zusammen. Die fertige Showmusik ist eine eigens geschnittene Kreation aus Soundtracks, Rock, Elektro und vielen anderen Stilrichtungen", erklärt der Feuer-Musikmacher.

 

Gut gelaunte Händler: Der große Andrang freute jedoch die beteiligten Ladenbesitzer, die in ihren geöffneten Geschäften reichlich besucht wurden. Aktionsrabatte, Gewinnspiele, erlesene Verkostungen und Cocktails für den guten Zweck waren hier geboten.

 

Live und leise: Musik gab es zudem auf den beiden Bühnen an Markt- und Wettbachplatz sowie entlang der Unteren Vorstadt zwischen den einzelnen Winzerständen. "Über die Lautstärke der Musik kann sich hier heute niemand beschweren. Die Leute übertönen alles. Man hört ja schon hier nichts mehr", machte sich eine Besuchergruppe über die letzten Anwohnerbeschwerden im Zuge der Veranstaltung "Sindelfingen rockt" lustig. Die vierköpfige Gruppe hatte sich um einen Stehtisch versammelt, der nur einen Weinstand vom Aktionsplatz der Livemusik entfernt stand. Vom in diesem Moment gespielten Song "Vogel der Nacht", war durch das Stimmengewirr der vielen Gäste so gut wie nichts mehr zu hören. Zu viele Menschen für das dezente Musikangebot - war das gemeinsame Fazit der Gruppe.

 

Licht und Farbe: Unterschiedliche Lichtakzente, Illuminationen und durch Laser erzeugte Lichtspiele verliehen der Innenstadt eine stimmungsvolle Abendatmosphäre. Der Wettbachplatz war gesäumt von rotleuchtenden überdimensionalen Herzen, die durchgängig als Hintergrund für Erinnerungsfotos genutzt wurden. Im weiteren Verlauf über die Untere Vorstand standen luftgefüllte Säulen, an deren oberen Ende farbige Fantasieblumen blühten. Am Planiedreieck zauberten Lichtbälle ein geheimnisvolles Glitzern in die majestätischen Baumkronen und legten eine gewisse Magie über die Straße. In ein besonderes Licht getaucht war auch der Marktplatz, meterhohe bunte Leuchtkegel verteilten sich auf dem gesamten Areal. Das alte Rathaus hingegen war technisch so einzigartig bemalt, dass es einer Villa Kunterbunt gleichsah.

 

Handfestes und Flüssiges: Kunterbunt war auch das Angebot bei fester und flüssiger Nahrung. Das für diesen Abend besondere Ambiente der City ließ die Gäste bei zweistelligen Temperaturen bis zum Schluss in den Außenbereichen der Gastronomie sowie an den zahlreichen Ständen verweilen. An den Food-Trucks auf dem Marktplatz bildeten sich lange Warteschlangen. Am angenehmsten war die Temperatur allerdings in der Unteren Vorstadt. Dichtgedrängt war hier die größte Wärme zu spüren. Ein Durchkommen durch das Winzerangebot war nur mit viel Geduld möglich. Und viele Weinliebhaber nutzten das ausgeweitete Angebot des Weindörfles und läuteten am Samstag beim Spät-Schoppen mit spätsommerlichen Abendtemperaturen den Sonntag ein.

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