Auffallende Personenschützer

Hat Fridi Miller mit ihrem Droh-Video eine Grenze überschritten?

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    Darmsheim am Mittwochabend in Darmsheim. Der OB entsteigt seiner Dienstkarosse. Im Bild einer seiner zwei Personenschützer, die man als Begleiter nicht übersehen kann. Foto: Bischof

Artikel vom 26. Juli 2018 - 17:12

Von Siegfried Dannecker

SINDELFINGEN. Bisher ist Bürgermeister-Dauerkandidatin Fridi Miller als notorische Querulantin bekannt, die Verbalinjurien austeilt, Beleidigungen ausspricht, auch mal an Bedrohung oder Nötigung vorbeischrammt. Doch nach ihrem (mittlerweile entfernten) Droh-Video im Netz könnte sich diese Sachlage anders darstellen. Womöglich könnte sie ein Eigentor geschossen haben.

Nur ein Mensch mit "besonders herausforderndem Verhalten" sei sie jetzt womöglich nicht mehr, sagt Dr. Tobias Brenner, Chef des Amtsgerichts Böblingen, das Fridi Miller verschiedentlich bei Verfahren hat aufsuchen müssen. Gut möglich, ja wahrscheinlich, dass ihre Morddrohung dort als weiteres Delikt in einer langen Kette von Verfahren verhandelt werden wird. Angezeigt durch die Stadt ist es.

Dann wäre auch womöglich ein weiteres Mal zu überprüfen, ob die 48-Jährige tatsächlich "schuldunfähig" ist, wie es ihr ein psychiatrischer Gutachter zuletzt attestiert hat. Sindelfingens OB Bernd Vöhringer ist unterdessen, wie berichtet, bei öffentlichen Auftritten unter Personenschutz einer Security-Firma. Auffallen tut es jedem. Gesprächsthema ist es überall auch.

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