750 Jahre Deufringen: Gas geben beim Schneggafeschd

Dorfsause entwickelt sich zum Selbstläufer: Das sechste Deufringer Schneggafeschd war am Samstag wieder einmal bestens besucht

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    Je später der Nachmittag, desto voller der Deufringer Schlosshof Fotos: Holger Schmidt

Nur strahlende Gesichter gab's am Samstag beim Scheggafeschd im Aidlinger Teilort Deufringen. "Heute ist richtig was los", freute sich Ortsvorsteherin Christel Walz.

Artikel vom 17. Juni 2018 - 16:06

Von Holger Schmidt

DEUFRINGEN. Zum sechsten Mal bereits hatte sie gemeinsam mit vielen engagierten Mitstreitern die Sause im Schlosshof auf die Beine gestellt. Und wieder machte auch das Wetter prima mit und verwöhnte Organisatoren und Gäste mit herrlichem Sonnenschein.

Das vor sechs Jahren auf private Initiative zusammen mit dem Ortschaftsrat aus der Taufe gehobene Fest stand diesmal nicht nur unter dem Motto des namensgebenden Kriechtieres, sondern auch ganz im Zeichen des 750-jährigen Bestehens des erstmals 1268 als Tuveringen erwähnten heutigen Aidlinger Ortsteils. Dazu passten nicht nur die überdimensionalen kunterbunten und gekrönten Jubiläums-Schnecken vor dem Schlosseingang, sondern auch die im Obergeschoss des historischen Gemäuers vorgestellten handgemalten Wappen und Ritterbilder des Breisachers Horst Matt.

Im Mittelpunkt des sechsten Deufringer Schneggafeschdes aber standen wie schon bei den fünf Vorgängerveranstaltungen Spaß, Geselligkeit und das fröhliche Miteinander. Dafür trafen sich gerne schon ein halbes Jahr vorher die Macher um die von manchen als weiblicher "Hans-Dampf in allen Gassen" bezeichnete umtriebige Ortsvorsteherin Christel Walz zu einer ersten Besprechung. Natürlich war sie auch am Freitag bei den ersten Aufbauten mit von der Partie, ebenso wie Samstagmorgen ab neun und beim Abbau in der Nacht. Schließlich musste für die Kirchgänger am Sonntagmorgen alles wieder besenrein verlassen sein.

Dazwischen sorgten 30 Helferinnen und Helfer dafür, dass sich die Gäste auch wirklich wohlfühlten. Die einen kamen kaum nach mit dem Grillen von Steaks und Roten Würsten, andere zapften frisches Bier vom Fass, was das Zeug hielt. Ein Renner waren auch die 450 feilgebotenen Schneckennudeln, die genauso reißend weggingen wie das Schnecken-(Pop)Korn in Anlehnung an einen ziemlich bösen 1.-Mai-Scherz in diesem Jahr in dem Aidlinger Teilort.

Man sah, es mundete allerorten. Und damit auch wirklich keinem langweilig wurde, spielten als Überraschung die Skiffle Ramblers mitten zwischen den Gästen auf - die Band mit Deufringer Wurzeln ist seit Jahrzehnten eine regionale Musikinstitution. "Inzwischen ist das Fest ein Selbstläufer", freute sich Mitorganisator Dieter Mast. Keine Frage, dass auch die Mitarbeiter beim Rad-Check am Aufgang zum Festplatz, angesichts vieler Besucher, die mit dem Zweirad kamen, alle Hände voll zu tun hatten. Zu Ende ging die pünktlich um 14 Uhr mit der Rathausglocke eingeläutete Veranstaltung erst mit Einbruch der Dunkelheit.

Weitere Höhepunkte des Ortsjubiläums kommen noch

Das sechste Schneggafeschd ist schon wieder Geschichte, aber weitere Festivitäten zum 750-jährigen Bestehen von Deufringen lassen nicht lange auf sich warten. Höhepunkt ist am 14. Juli ein Festgottesdienst in der Sankt-Veit-Kirche mit anschließendem Festakt im Schlosskeller. Der traditionelle Heckengäutag findet dann am 8. September im Ortskern von Deufringen statt.

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