FOTOGALERIE: Großübung im Darmsheimer Tunnel

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    Großalarm am Tunnel / Foto: SDMG/Dettenmeyer

Im Mai soll der Darmsheimer Tunnel eingewiht werden. Vorher fand eine große Übung der Rettungsdienste dort statt. Am Samstag waren etwa 250 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei sowie THW im Einsatz.

Artikel vom 22. April 2018 - 10:05

DARMSHEIM (red). Keine einfache Lage stellt sich den Rettungskräften an diesem Samstagnachmittag dar. Gegen 15:30 Uhr wurden die Helfer mit dem Alarmstichwort „VU schwer“ zu einem Verkehrsunfall in den Darmsheimer Tunnel alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnte eine starke Rauchentwicklung aus dem Tunnel festgestellt werden. Ein Horrorszenario, dass hoffentlich nie eintreten wird, aber trotzdem geübt werden muss. Eine Übung ist vor der Verkehrsfreigabe des Tunnels verpflichtend.

Ausgangspunkt für die Feuerwehrleute aus Darmsheim, Maichingen, der Kernstadt und der Feuerwehr Grafenau und Dagersheim war die Annahme, dass sich durch Unachtsamkeit eines Pkw-Lenkers ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Kleinbus innerhalb der 460 Meter langen Röhre ereignet hat. Eine Person wurde dabei eingeklemmt und schwer verletzt. Der Kleinbus geriet noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in Brand.

Mehrere Personen versuchten, sich über den Rettungsstollen und dem 230 Meter entfernten Röhrenausgang ins Sichere zu retten. Die starke Rauchentwicklung im Inneren führte jedoch dazu, dass mehrere Personen bewusstlos wurden und nun im Tunnel vermisst werden. Eine Person konnte sich ins Freie Retten und irrt orientierungslos im Gelände herum. Mehrere unbeteiligte Fahrzeuge standen noch im Tunnelinneren und konnten den Tunnel nicht mehr verlassen.

Der Rettungstrupp musste den gesamten Bereich bis zum brennenden Fahrzeug nach Personen absuchen - und das bei quasi keiner Sicht. Die Einsatzkräfte muessen dabei jeden Zentimeter des Tunnels genau kontrollieren. Insgesamt befanden sich fünf Personen im Tunnel, die bewusstlos und teilweise schwer verletzt waren.

Im weiteren Verlauf übernahm das DRK die verletzten Personen und versorgte sie, bis die Patienten in ein Krankenhaus abtransportiert werden konnten. Zusätzlich wurde die Rettungshundestaffel des DRK Sindelfingen angefordert, um den Bereich weiträumig nach eventuell geflüchteten und verwirrten Personen abzusuchen. Zusaetzlich übte das Kreisauskunftsbüro den Einsatz, um eventuelle Fragen von Angehörigen der Unfallopfer beantworten zu können.

Neben der Einsatzleitung unter der Führung von Rainer Just zeigte sich auch der Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer und Stadtbrandmeister Wolfgang Finkbeiner sehr zufrieden.

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