Siebenjähriger aus Malsheim startet Spendenaktion

Bei der Spendenaktion des siebenjährigen Levi aus Malmsheim für Mercy Ships kann jeder mitmachen

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    Levi Vincon hängt sich mit Feuereifer in seine Spendenaktion rein und will am liebsten alles selber machen. Beim Erstkontakt mit der Hilfsorganisation sprach er selbst auf den Anrufbeantworter

Der siebenjährige Levi Vincon zeigt, dass schon die Kleinen Großes bewirken können, wenn sie sich voller Elan für eine gute Sache einsetzen. Mit selbst gebastelter Spendendose spricht der Malmsheimer Freunde und Bekannte an, informiert über die Hilfsorganisation Mercy Ships, die arme Menschen in Afrika kostenlos medizinisch versorgt und operiert.

Artikel vom 22. Dezember 2017 - 18:00

Von Matthias Weigert

RENNINGEN. Auch sein eigenes Taschengeld spendet er. Innerhalb von gut einem Monat gelang es ihm, 400 Euro zu sammeln. Das ist viel für einen so kleinen Jungen.

Wie kam es zu diesem ungewöhnlichem Einsatz für wildfremde Hilfsbedürftige? Die Antwort findet sich im unmittelbaren Lebensumfeld: Levis Freund lag im September auf der Intensivstation, vielleicht wird er noch operiert werden müssen. Das bewegt Levi sehr. Außerdem spenden seine Eltern, Andrea und Pascal Vincon, schon längere Zeit für Mercy Ships.

Mercy Ships betreibt mit der Africa Mercy das größte private Hospitalschiff der Welt und ankert jeweils für zehn Monate in einem afrikanischen Küstenstaat, um den Ärmsten der Armen kostenlose Operationen und medizinische Behandlung anzubieten. Aktuell liegt die Africa Mercy bis Juni 2018 in Kamerun.

Levi Vincon informiert auf Geburtstagsfeiern, bei Treffen im Freundes- und Familienkreis und in Gruppen der evangelischen Kirchengemeinde Malmsheim, die er und seine Eltern besuchen, über Mercy Ships. Er bewegt die Zuhörer und freut sich, dass schon so viel gespendet worden ist. Doch seine Ziele sind höher: Er träumt davon, fünf Millionen Euro zu sammeln. Das ist wirklich ein sehr ambitioniertes Ziel - aber vielleicht gelingt es ihm, diesem Ziel ein gutes Stück näher zu kommen.

Die schwimmenden Hospitäler

Seit 1978 bringt Mercy Ships dringend benötigte medizinische Hilfe mit Hospitalschiffen in die ärmsten Länder. Weltweit zählt Mercy Ships 17 Büros, inklusive der Zentrale in Lindale, Texas. Das derzeitige Hospitalschiff, die Africa Mercy, ist laut eigenen Angaben das größte privatbetriebene Hospitalschiff der Welt und verfügt über eine ständige Besatzung von über 400 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Mehr als 84 500 Operationen wurden demnach seit Gründung der Hilfsorganisation bisher durchgeführt, fast 40 000 Fachkräfte im medizinischen Bereich weitergebildet. Bislang wurden 55 Entwicklungsländer besucht, seit mehreren Jahren konzentriert sich die Hilfsorganisation auf Afrika südlich der Sahara und einige der ärmsten Länder der Welt. Mercy Ships folgt in seiner Arbeit dem Vorbild Jesu Christi, gezielt solchen Menschen Heilung und Hoffnung zu bringen, die durch extreme Armut und Krankheiten zu Ausgestoßenen ihrer Gesellschaft geworden sind.

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