Verdienstorden für Mojem

Geschäftsführerin des Hauses der Donauschwaben ausgezeichnet

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Artikel vom 08. Mai 2017 - 15:24

SINDELFINGEN/MANNHEIM (red). Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat bei einem Festakt am Samstag im Mannheimer Schloss 22 Persönlichkeiten den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg verleihen. Unter den Ausgezeichneten ist die Stuttgarterin Henriette Mojem, die seit 28 Jahren das Haus der Donauschwaben in Sindelfingen leitet.

Henriette Mojem kam vor 40 Jahren mit ihrer Familie aus Temeswar in Rumänien nach Deutschland. Seit 28 Jahren ist sie Geschäftsführerin des Hauses der Familie. "Sie ist das Herz und die Seele dieses Ortes der Begegnung und des Erinnerns", heißt es in der Laudatio des Ministerpräsidenten. "Und nicht weniger ist sie eine herausragende Expertin für das Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln des reichen donauschwäbischen Kulturschatzes."

Es sei Henriette Mojem eine Herzensangelegenheit, die landsmannschaftlichen Aktivitäten der verschiedenen Volksgruppen in ihrer Arbeit zu unterstützen, deren kulturelles Erbe zu bewahren und das Schicksal der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge nicht dem Vergessen zu überlassen. "Es ist ihr Verdienst, dass das Haus in Sindelfingen heute diesen besonderen Stellenwert in der donauschwäbischen Kulturlandschaft hat", so Kretschmann weiter.

Das Haus der Donauschwaben in der Goldmühlestraße hat eine hervorragend bestückte Bibliothek und bietet ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Wissenschaftler und Studenten aus der ganzen Welt wenden sich an Henriette Mojem, wenn sie über donauschwäbische Themen arbeiten. Sie pflegt Kontakte zu Universitäten, Forschungszentren und Organisationen im In- und Ausland. Das Haus der Donauschwaben ist für die auf der ganzen Welt verstreut lebenden Donauschwaben "ein geistiger und kultureller Fixpunkt und in gewisser Weise auch ein Stück Heimat".

Der Landesverdienstorden wird vom Ministerpräsidenten für herausragende Verdienste um Baden-Württemberg verliehen, insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich. Die Zahl der Ordensträger ist auf insgesamt 1000 lebende Personen begrenzt. Seit 1975 wurde der Orden insgesamt 1904-mal verliehen.

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