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Dritte Fliegerbombe auf Daimler-Gelände entschärft

Evakuierung und Entschärfung am Freitagabend gehen reibungslos über die Bühne

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    Wie sich die Bilder gleichen: Unschädlich gemachte 250-Kg-Fliegerbombe. Foto: SDMG

Wieder einmal herrschte in Sindelfingen Ausnahmezustand. Zum dritten Mal seit Mitte Februar wurde am Freitag auf dem Daimler-Gelände bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Und zum dritten Mal liefen Evakuierung und Entschärfung erfolgreich ab - diesmal sogar im Eiltempo.

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3. Bombenfund in Sindelfingen bei Daimler
Bilder des dritten Bombenfundes in Sindelfingen innerhalb von sieben Wochen von Evakuierung und Entschärfung
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Artikel vom 07. April 2017 - 11:52

Es war der dritte Blindgänger, der seit dem 15. Februar auf dem Werksgelände von Mercedes-Benz in Sindelfingen gefunden wurde. Einziger Vorteil: Evakuierung und Entschärfung waren für Einsatzkräfte und Bevölkerung schon fast Routine.

Hier der Live-Ticker vom Tag:

+++ 21:35 Uhr +++ Neue Bilder liegen vor

Von der erfolgreichen Entschärfung und der Aufhebung der Evakuierung liegt jetzt neues Bildmaterial in der Bildergalerie. 

+++ 20:48 Uhr +++ Evakuierung aufgehoben

Pressemitteilung der Stadt Sindelfingen: Die Entschärfung des Kampfmittelfundes konnte erfolgreich um 20:34 Uhr abgeschlossen werden. Die Anwohnerinnen und Anwohner können in ihre Wohnungen zurück.

Die rund 180 Anwohnerinnen und Anwohner, die im Glaspalast untergebracht wurden, werden mit Sonderbussen zurück in ihr Wohngebiet gebracht.

Die Straßensperrungen werden aufgehoben. Der Nahverkehr wird entsprechend des regulären Fahrplans fortgesetzt; es kann allerdings weiterhin zu Verzögerungen kommen.

An den Evakuierungsmaßnahmen waren rund 250 Einsatzkräfte – darunter 165 Ehrenamtliche – von DRK, Feuerwehr und Polizei beteiligt.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Mein großer Dank gilt den Einsatzkräften des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, der Polizei, des DRKs, der Feuerwehr sowie allen weiteren Beteiligten, die abermals ein großartiges Engagement und eine hochprofessionelle Zusammenarbeit an den Tag gelegt haben. Es macht mich stolz, dass auf unsere Einsatzkräfte auch in schwierigen Situationen jederzeit Verlass ist. Vielen Dank auch an die Betroffenen für ihr Verständnis, das zu einer reibungslosen Evakuierung beigetragen hat.“

Bild der erfolgreich entschärften Bombe: 

 

+++ 20:42 Uhr +++ Bombe entschärft

Die Polizei meldet: Die Bombe ist seit 20.34 Uhr entschärft. Aufatmen allenthalben. Weitere Infos folgen.

 

+++ 20:25 Uhr +++ Einsatzkräfte sind in Position, die Straßen gesperrt

 

+++ 20:06 +++ Evakuierung abgeschlossen! Die Entschärfung läuft an

Information der Stadt Sindelfingen: Die Evakuierung des betroffenen Bereichs ist abgeschlossen. Die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Passanten und Einsatzkräfte haben das Gebiet verlassen. Die Entschärfung des Kampfmittels beginnt planmäßig ab 20 Uhr. Eine genaue Dauer der Entschärfung kann noch nicht abgesehen werden.
Während der Entschärfungsphase pendelt ein Mannschaftswagen der Feuerwehr zum Personentransport vom ZOB über die Haltestelle Calwer Straße vor dem Kaufland zur Notunterkunft im Glaspalast, um später eintreffende Personen zum Glaspalast zu transportieren.

 

++ 19:48 Uhr +++ Gemütliche Kartenspielrunde

Bombenstimmung im Glaspalast? Das vielleicht nicht. Aber wie man an diesem Bild sehen kann, lassen sich die evakuierten Sindelfinger nicht aus der Ruhe bringen. Unser Reporter vor Ort, Siegfried Dannecker, schreibt zu diesem Bild: Rentner-Paare vertreiben sich die Zeit mit Räuber-Romme. "Dr Doktor hat zua, em Fernsääh kommt nix Gscheit's. Na hemmer denkt, mr ganged da her." Galgenhumor. So witzig finden es die Senioren auch wieder nicht, schon zum dritten Mal aufgescheucht zu werden

 

+++ 19:40 Uhr +++ Vorbildliches Vorgehen

"Die Stadt hat super rasch informiert und einen Zeitplan fürs Vorgehen vorgelegt", lobt DRK-Kreisspressesprecher Guido Wenzel. Das habe allen geholfen. "Und man lernt aus jedem weiteren Einsatz." Jeder wird am Eingang zum Glaspalast registriert - mit Namen, Geburtsdatum, Adresse. Für den Fall, dass Angehörige nachfragen.

 

+++ 19:12 Uhr +++ Der Glaspalast füllt sich so langsam

 

+++ 18:56 Uhr +++ Verwaltungsstab kommt zusammen

Um 19:15 Uhr will sich die Verwaltungsspitze sowie die Einsatzleiter von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Lagezentrum zusammenfinden, um zu bewerten, wie gut die Evakuierung vorangekommen ist. Dann könnte auch bekannt werden, ob man wie geplant um 20 Uhr mit der Entschärfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst beginnen kann.

 

+++ 18:47 Uhr +++ Evakuierung läuft auf Hochtouren

Die Evakuierung ist in vollem Gange. Insgesamt 300 Einsatzkräfte sind auf den Straßen unterwegs. Darunter sind auch 120 Ehrenamtliche. Das Rote Kreuz stellt davon die meisten: 80 Personen setzen sich ein. Oberbürgermeister Bernd Vöhringer ist vor Ort unterwegs, sein Büroleiter Dirk Oestringer hält die Stellung im Lagezentrum in der Sindelfinger Feuerwache.

Foto: SDMG

+++ 18:13 Uhr +++ Verkehr staut sich

Es war abzusehen, dass sich durch die Straßensperren vielerorts Staus bilden würden. Hinzu kommen wie hier beim Kaufland die Sonderbusse Richtung Glaspalast, die sich nicht in Luft auflösen können.

 

 

+++ 18:10 Uhr +++ Viele Familien betroffen

Unter den betroffenen Anwohnern sind auch Asylbewerber im Hotel Ritter, darunter viele Familien mit Kind. Insgesamt müssen 140 Menschen aus der Flüchtlingsunterkunft evakuiert werden, stand jetzt ist das Gebäude bereits geräumt. Einen wachsamen Blick auf ihre Schützlinge hat die Sozialbetreuerin Mariam Hijazi, die jeden einzeln gezählt hat.

 

+++ 18:05 Uhr +++ Straßensperren errichtet

Die Polizei und die Feuerwehr errichten Straßensperren, um auch die Autos aus dem Evakuierungsgebiet zu halten. Hier in der Paul-Zweigart-Straße. Eine Karte gibt eine Übersicht über alle Sperrungen und das evakuierte Gebiet.

 

+++ 18:01 Uhr +++ Die Polizei teilt sich auf

Um möglichst alle Bewohner im Evakuierungsgebiet aus ihren Wohnungen zu holen, teilen sich die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz in 2er- und 3er-Teams die Quartiere auf. Die Teams gehen dabei systematisch mit Listen vor, auf denen sie die Namen der Bewohner abhaken. Die Entschärfung des Blindgängers kann erst starten, wenn alle Quartiere vollständig menschenleer sind.

 

+++ 17:57 Uhr +++ Lautsprecherdurchsagen beginnen

Die Feuerwehr macht Lautsprecherdurchsagen im Evakuierungsgebiet. Die Straßen mögen zwar wie hier im Hofstätterweg auf den ersten Blick leer erscheinen, doch bis die letzten Bewohner aus ihren Wohnungen geklingelt sind, dauer erst Stunden. Ein Problem sind ältere Menschen, die zum Teil nicht mehr gut hören.

+++ 17:50 Uhr +++ Auch Asylbewerber unter den Evakuierten

Unangenehm ist der Abend auch für Asylbewerber im Hotel Ritter in Sindelfingen: Sie müssen ihr Wohnheim in Richtung der anderen Notunterkunft im Sindelfinger Glaspalast verlassen.


Bild: Dannecker

 

+++ 17:09 Uhr +++ Öffentliche Verkehrsmittel stehen still

Die Bombenentschärfung hat auch Auswirkungen auf den Nahverkehr, wie die Stadt Sindelfingen soeben mitteilt.

Busse:
Bei den Stadtbussen ist mit Verspätungen aufgrund von Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Haltestellen Daimlersteg, Calwer Brücke und Tor 3 werden ab Evakuierungsbeginn (voraussichtlich ab 18 Uhr) nicht mehr angefahren.

S-Bahnverkehr:
Die letzte S-Bahn vom Bahnhof Sindelfingen Richtung Böblingen verkehrt um 18:23 Uhr, die letzte S-Bahn in die Gegenrichtung nach Renningen um 18:37 Uhr.

Ab zirka 18:35 Uhr wird ein Schienenersatzverkehr in beide Richtungen über die Haltestelle ZOB Sindelfingen angeboten.

 

+++ 16:05 Uhr +++ Haltestellen für Sonderbusse eingerichtet

Die Sonderbusse zur Notunterkunft im Glaspalast verkehren ab 18 Uhr ab den folgenden zwei Haltestellen:

► Calwer Straße: Reguläre Haltestelle vor Kaufland

► Riedmühlestraße:  Sonderhaltestelle vor nh-Hotel

 

+++ 15:46 Uhr +++ Straßen ab 18 Uhr gesperrt

Für die Dauer der Evakuierung wird die Stadt Sindelfingen die Straßen rund um den Fundort der dritten Fliegerbombe sperren. Dies sind: Die Hanns-Martin-Schleyer-Straße (vom Calwer Bogen bis zur Mercedesstraße), die Riedmühlestraße (von der Hanns-Martin-Schleyer-Straße bis zur Ausfahrt aus dem Parkhaus des Stern-Centers) und die Neckarstraße (ab der Böblinger Straße in Fahrtrichtung Westen) werden ab voraussichtlich 18 Uhr gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Innenstadt weiträumig zu umfahren.

Kartenansicht:

 

 

+++ 15:15 Uhr +++ Neue Bilder vom Fundort

In einer Bildergalerie sind noch einmal weitere Bilder vom Fundort und aus Sindelfingen verfügbar. Momentan gibt es noch keine weiteren Neuigkeiten zum Stand der Evakuierung. Sie soll um 18 Uhr beginnen, damit um 20 Uhr die Bombe entschärf werden kann.

 

+++ 13:50 Uhr +++ Sonderbusse zum Glaspalast

Soeben teilt die Stadt Sindelfingen mit, dass der Glaspalast ab 16 Uhr als Notunterkunft zur Verfügung steht. Dorthin ist auch ein Busverkehr eingerichtet. Außerdem wird es während der Evakuierung zu Einschränkungen auf den Straßen und im Nahverkehr kommen.

 

+++ 13:33 Uhr +++ Es geht in den Glaspalast

Auf einer Infoveranstaltung Mitte März informierten die Feuerwehr und die Stadt Sindelfingen darüber, dass sie die Pläne für künftige Evakuierungen modifiziert hätten. Demnach sei nicht wie in der Vergangenheit die Sporthalle Stadtmitte die Notunterkunft für die evakuierten Anwohner, sondern der Glaspalast.

Bei der Veranstaltung erklärte Stadtbrandmeister Wolfgang Finkbeiner auch, warum der Feuerwehr eine Evakuierung in den Abendstunden lieber sei: "Wir brauchen bis zu 500 Kräfte aus dem gesamten Kreisgebiet. Die sind ab 17 Uhr eher verfügbar als tagsüber, wenn sie arbeiten."

Stadt Sindelfingen und Mercedes-Vertreter gaben damals den Zeitraum zwischen 21. und 31. März für weitere Bombenfunde als Gefahrenzeitraum aus. Währenddessen wurde allerdings keine Bombe gefunden.

 

+++ 13:23 Uhr +++ Evakuierung ab 18 Uhr

Soeben teilen die Verantwortlichen vor Ort mit, dass mit der Evakuierung um 18 Uhr begonnen werden soll. Betroffen davon sind rund 1300 Anwohner in dem betroffenen Gebiet (siehe Karte unten). Die Entschärfung der Bombe beginnt dann zwei Stunden nach Evakuierungsbeginn um 20 Uhr. Verantwortlich wird einmal mehr Matthias Peterle sein, der Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

Man geht davon aus, dass die Entschärfung zwischen 45 Minuten und zwei Stunden dauern wird. Somit könnten die Betroffenen gegen 22 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurück.

Oberbürgermeister Bernd Vöhringer muss am heutigen Freitag alle Termine absagen. Am Abend ist eine Feierlichkeit zu 10 Jahren Bürgerstiftung Sindelfingen im Kundencenter des Werks anberaumt. Ob diese stattfinden wird, ist noch offen.

 

+++ 13:13 Uhr +++ Daimler gibt Fundort bekannt

Laut einer Sprecherin von Mercedes-Benz in Sindelfingen haben Bauarbeiter die Bombe bereits am heutigen Freitagmorgen gefunden. Dabei handelt es sich um einen Sprengkörper mit 250 Kilogramm Gewicht, ähnlich dem, der beim ersten Bombenfund am 15. Februar aufgetaucht ist. Der Fundort befindet sich zwischen den Gebäuden 1/1 und 2/8.

Es ist möglich, dass Mitarbeiter bei Mercedes-Benz bereits evakuiert wurden, bestätigt wurde diese Information bisher noch nicht.

 

+++ 13:08 Uhr +++ Führungsstab tagt erst um 16 Uhr wieder

Nach aktuellen Informationen vom Lagezentrum bei der Feuerwache in Sindelfingen tagt der Führungsstab aus Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Kampfmittelbeseitiger und Verwaltung erst wieder um 16 Uhr. Es ist davon auszugehen, dass die Evakuierung vorher nicht in Angriff genommen wird. Offenbar soll sie auch ähnlich ablaufen wie bei den vergangenen beiden Funden und sich wieder in den Abend hineinziehen.

 

+++ 12:56 Uhr +++ Stern Center bleibt offen

Nach ersten Informationen des Stern Center muss die Mall dieses Mal nicht evakuiert werden. Dies war beim ersten Bombenfund am 15. Februar auch schon so.

 

+++ 12:51 Uhr +++ Führungsstab tagt

Der Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer ist in der Sindelfinger Feuerwache und tagt mit dem Führungsstab. Die Polizei bewacht das Gebäude, Pressevertreter müssen erstmal draußen bleiben.

 

 

+++ 12:46 Uhr +++ Bild vom Fundort aufgetaucht

Hier ist offenbar ein Bild vom Fundort der Bombe zu sehen:

Das Bild zeigt ein Gelände im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen, direkt neben der Bahnlinie.

 

+++ 12:44 Uhr +++ Erste Bilder von vor Ort

Augenzeugen vor Ort schicken bereits erste Bilder vom Ort des Geschehens. Schon jetzt haben die Behörden den Fußgängerüberweg über die Hanns-Martin-Schleyer-Straße gesperrt:

+++ 12:21 Uhr Evakuierungsgebiet steht fest +++

Die Stadt Sindelfingen hat soeben das exakte Gebiet für die Evakuierung abgesteckt:

 

+++EILMELDUNG um 11:45 Uhr+++

Im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen wurde bei Bauarbeiten erneut ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Wie die Stadt Sindelfingen mitteilt, muss für die Entschärfung des Kampfmittels das Gebiet, das durch folgende Straßen eingegrenzt wird, evakuiert werden: Martastraße, westlich Marienstraße, Riedmühlestraße, Calwer Straße und Hanns-Martin-Schleyerstraße.

Das Evakuierungsgebiet entspricht dem gleichen Bereich wie beim ersten Kampfmittelfund am 15. Februar 2017. Die Evakuierung erfolgt vorsorglich, es besteht keine akute Gefahr.

Sobald neue Informationen vorliegen, erscheinen diese hier. Betroffene können sich bei Fragen auch jederzeit an die Sonderrufnummer 07031 / 95 40 570 wenden.

 

 

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