Tag der offenen Tür bei der DRF Luftrettung - Fotogalerie

Hubschrauber „Christoph 41“ seit 30 Jahren in Leonberg stationiert – DRF Luftrettung lud zu Festakt

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    Großes Interesse beim Rettungshubschrauber / Foto: SDMG / Dettenmeyer

40 000 Einsätze in 30 Jahren. Das ist die stolze Bilanz der Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten der DRF Luftrettung am Standort Leonberg. Gefeiert wurde dieser runde Geburtstag am Wochenende mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür im und um den Hangar am Kreiskrankenhaus Leonberg.

Von Matthias Weigert

Artikel vom 19. Juni 2016 - 11:59

LEONBERG. Vor Gästen aus Politik, Klinikwesen und Rettungsdienst lobte DRF Luftrettung-Vorstand Steffen Lutz „die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit allen Partnern vor Ort“ und erzählte von der Erfolgsgeschichte der Station. Als wichtige Meilensteine nannte er die Indienststellung einer der beiden weltweit ersten Maschinen des Typs EC 135 im Jahr 1996 und den Neubau des Stationsgebäudes 2013. Auf die Zukunft blickend forderte er das Land auf, angesichts des offensichtlich bestehenden Bedarfs die Einführung des Nachtflugs in Baden-Württemberg nachdrücklicher voranzutreiben. Die Kostenträger mahnte er, ihre ablehnende Haltung aufzugeben und die Einrichtung von Nachtflugstationen zu finanzieren.

Landrat Roland Bernhard machte deutlich, dass „Christoph 41“ eine zentrale Rolle in der medizinischen Versorgung in der Region spiele. Er unterstrich die sehr gute Zusammenarbeit und Verzahnung aller im Rettungsdienst Aktiven und bekräftigte den Willen des Landkreises, die Weiterentwicklung des Rettungsdiensts in der Region voranzutreiben.
Der Oberbürgermeister der Stadt Leonberg, Bernhard Schuler, betonte, wie wichtig die Station für die Stadt und das Umland ist. Er sicherte die nachhaltige Unterstüt-zung durch die Kommune auch für die Zukunft zu.

Am Samstag strömten Tausende von Besuchern zum Tag der offenen Tür. Neben dem Einsatzhubschrauber war noch ein weiterer Hubschrauber der DRF Luftrettung vor Ort, sowie ein Polizeihubschrauber. Auch DRK, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und die Rettungshundestaffel und zeigten ihr Können. Christoph 41 startet und landete sowie kleine ferngesteuerte Hubschrauber.

Täglich fliegt der rot-weiße Hubschrauber von 7 Uhr morgens bis Sonnenuntergang zu oft lebensrettenden Einsätzen. Besonders häufig werden die Leonberger Luftretter zu Herzinfarkten und Schlaganfällen gerufen. Angefordert wird „Christoph 41“ in den Landkreisen Böblingen, Stuttgart, Rems-Murr, Schwäbisch-Hall, Heilbronn, Göppingen, Ludwigsburg, Pforzheim, Calw, Tübingen, Reutlingen und Esslingen. Bereits seit 1973 setzt die gemeinnützig tätige DRF Luftrettung im Großraum Stuttgart einen Hubschrauber für Rettungseinsätze ein. Zunächst startete die Maschine unter anderem von Ruit, Böblingen, Ludwigsburg und Marbach aus, 1986 erfolgt dann die Stationierung in Leonberg.

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