Schocktherapie in Sindelfinger Unfallchirurgie

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    Oberarzt Dr. Marc Chmielnicki demonstriert der 10c mit MPG-Präventionslehrerin Petra Schulte im Schockraum, wie mittels Ultraschall rasch innere Verletzungen diagnostiziert werden können Foto: red

Artikel vom 14. Februar 2016 - 14:36

SINDELFINGEN (red). Wie vermeidet man Autounfälle bei jungen Leuten? Die Unfallchirurgie am Klinikum Sindelfingen setzt auf Abschreckung - durch Einsicht und konkrete Information. Die blutüberströmte Jenny wird von den Rettungskräften mittels hydraulischem Spreizer und Rettungsschere aus ihrem völlig demolierten Autowrack geschnitten. Was vor wenigen Minuten noch nach einem vergnüglichen Discobesuch aussah, endet im Desaster: Abgelenkt von SMS-Nachrichten auf ihrem Handy kam die 18-jährige in den Gegenverkehr und hat soeben drei Menschen schwer verletzt, zwei Kinder zu Waisen gemacht und ihre beste Freundin getötet.

Im Gegensatz zur unachtsamen Jenny ist den Ärzten der Sindelfinger Unfallchirurgie spätestens beim Abspielen des nachgestellten Unfallvideos die ungeteilte Aufmerksamkeit der 24 Schülerinnen und Schüler des Böblinger Max-Planck-Gymnasiums (MPG) sicher. Der schockierende Film hat wenig von glorifizierenden Hollywood-Crashorgien a la "Fast & Furious"; er zeigt die Realität drastisch und schonungslos. Er zeigt, dass normale Teilnehmer im Straßenverkehr keine Stuntdoubles sind, die nach dem Dreh unversehrt und freudestrahlend aus den demolierten Autos steigen. Lesen Sie mehr in der Montag-Ausgabe

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