Umweltgewerkschaftfordert Nulltarif im ÖPNV

Die Ortsgruppe im Kreis Böblingen kritisiert den weiterhin hohen CO2-Gehalt.

Artikel vom 22. Februar 2021 - 18:00

KREIS BÖBLINGEN (red). Während der Corona-Pandemie ist die Mobilität und folglich auch der CO2-Ausstoß in Deutschland gesunken. Dennoch sei der CO2-Gehalt in der Atmosphäre und damit die Erderwärmung weiter angestiegen. Das diskutierte die Umweltgewerkschaft, Ortsgruppe Kreis Böblingen, bei ihrer Jahreshauptversammlung. "Deshalb wollen wir auch in diesem Jahr uns für den Null-Tarif im Öffentlichen Nahverkehr und dessen Ausbau und Antrieb auf der Grundlage erneuerbarer Energien einsetzen, damit mehr Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen", schreibt die Gruppe. Denn der Verkehr sei für 23 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich.

Kritik an Klärschlammverbrennung

Ein weiteres Thema 2020 für die Gewerkschaftsmitglieder war die Klärschlammverbrennung, bei der "hochgiftige Kohlenwasserstoffe entstehen und infolge dessen die Umweltverschmutzung weiter zunimmt", wie die Gruppe schreibt. "Eine solche Anlage soll in Böblingen gebaut werden und wir wollen uns dieses Jahr mit alternativen, umweltfreundlichen Verfahren beschäftigen." Man wolle die natürlichen Lebensgrundlagen für die Kinder und Enkel erhalten. Deshalb dürfe in der Umweltfrage ein "Weiter so" von Politik und Wirtschaft nicht akzeptiert werden. Nach der Diskussion des Jahres- und Kassenberichts wurden Vorstandswahlen durchgeführt, an der Spitze stehen Wilma Bäuerle und Gerda Straif.

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