Postareal: Nun sollen Architekten Entwürfe liefern

Wettbewerbsfrist bis 8. März, Preisgericht soll im Mai tagen.

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    Bürgerbeteiligung zum Postareal im September 2020 Foto: Eibner/Biniasch

Artikel vom 18. Januar 2021 - 17:54

BÖBLINGEN (red). Bei der Neugestaltung des Postareals am Böblinger Bahnhof steht der nächste Schritt an. Nach intensiver Vorbereitung sind nun Architektenbüros eingeladen, sich am offenen internationalen Wettbewerb zu beteiligen. In die Auslobung gingen die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung ein, die zwischen September und November 2020 in Böblingen durchgeführt wurde.

In einem Werkstatt-Workshop hatten die Organisatoren versucht, die zahlreichen Anregungen aus der Bevölkerung mit Experten und Bürgervertretern in drei Modellkonstrukte zu übersetzen. Heraus kamen die Arbeitsvisionen "Tetris" (unterschiedliche Formen werden optimal ineinandergefügt), "Scheune" (als Sinnbild für "alles unter einem Dach") und "Hochhaus" mit einem Schwerpunkt auf der vertikalen Bebauung (die KRZ berichtete). Damit möglichst viele Ideen in den Architektenwettbewerb einfließen konnten, wurden sie im Dezember anhand von Arbeitsmodellen eingearbeitet, diskutiert und auf ihre Machbarkeit hin geprüft.

Die Büros sollen im Architektenwettbewerb kreative Ideen erarbeiten, dabei aber zugleich Ergebnisse aus der Beteiligungsphase berücksichtigen. Auch die Tatsache, dass das Postareal ein offizielles Projekt für die Internationale Bauausstellung 2027 ist, gilt es zu beachten. Kurz vor Weihnachten fand ein virtuelles Kolloquium mit etwa 60 Teilnehmern statt, bei dem Rückfragen zur Auslobung geklärt wurden. Die Böblinger Baugesellschaft (BBG) kam dem Wunsch nach, die Abgabe um zwei Wochen nach hinten zu verlegen. Denn derzeit seien innerhalb des Lockdowns die Arbeitsbedingungen erschwert.

Teilnehmende Büros müssen somit ihre Entwürfe bis zum 8. März einreichen. Anschließend wird das unabhängige Büro Stadtbauplan GmbH eine Vorabprüfung vornehmen. Das Preisgericht wird im Mai 2021 tagen. Der Jury selbst gehören neben Personen der BBG, der Stadt Böblingen und der IBA27-Gesellschaft auch fachkundige Experten sowie die drei Bürgervertreterinnen an.

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