Demnächst fünf Schnelltestzentren im Kreis

Landkreis Böblingen erstellt flächendeckendes Konzept. Einrichtungen in Sindelfingen und Leonberg folgen.

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    Den Abstrich gibt es bald in fünf Schnelltestzenten im Kreis Foto: Stefanie Schlecht

Artikel vom 15. Januar 2021 - 15:54

KREIS BÖBLINGEN (red/mis). Wer einen Besuch im Krankenhaus macht, braucht ihn, wer bei seinen Angehörigen im Pflegeheim vorbeischaut ebenfalls: Corona-Schnelltests werden immer begehrter. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit Apotheken und Kommunen nun ein Konzept erstellt, das in Zukunft Schnelltests in fünf über den Landkreis verteilte Zentren ermöglicht.

Kurz vor Weihnachten war das Schnelltestzentrum Schönbuch in Holzgerlingen bereits in Betrieb gegangen, am Samstag kommen, wie berichtet, zwei weitere Zentren in Böblingen und Herrenberg hinzu. "Wir waren und sind bestrebt, dass das Angebot flächendeckend für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Böblingen besteht", schreibt Landrat Roland Bernhard in einer Pressemitteilung.

Das Böblinger Gesundheitsamt kann laut der Coronavirus-Testverordnung des Bundes Dritte für den Betrieb eines Testzentrums beauftragen. "Die flächendeckende Bereitstellung solcher Testmöglichkeiten ist ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie", erläutert Bernhard. "Unsere Absicht ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger in ihrer Umgebung eine Anlaufstelle haben, wenn die Notwendigkeit besteht, kurzfristig eine mögliche Covid-Infektion abzuklären."

Vorbild für alle Zentren war und ist das Pilotprojekt in Holzgerlingen, das dort von Apotheker Björn Schittenhelm aufgebaut wurde. Die Abläufe und Organisation dort bilden die Vorlage für die beiden Testzentren in Herrenberg und Böblingen, die an diesem Wochenende starten, sowie für weitere geplante Einrichtungen in Sindelfingen und Leonberg (siehe Hintergrund). Insgesamt sollen fünf Schnelltestzentren im Landkreis Böblingen entstehen, die die zunehmende Nachfrage nach Antigen-Tests abdecken sollen. Alle Zentren werden voraussichtlich von Apothekern betrieben.

Teil der Beauftragung ist es für die Betreiber, dass ein schlüssiges Hygienekonzept vorliegt. Zur Durchführung muss medizinisch geschultes Personal eingesetzt werden, die Zusammenarbeit mit örtlichen Hilfsorganisationen ist ausdrücklich erwünscht. Und: Zur Sicherstellung der weiteren Versorgung von etwaigen Infizierten und zur Übertragung in die offiziellen Meldewege, muss eine Zusammenarbeit mit einer Corona-Schwerpunktpraxis bestehen. Dorthin werden positive Getestete vermittelt, damit der positive Antigen-Test durch einen PCR-Test verifiziert und die Meldung an das Gesundheitsamt veranlasst wird.

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