Der Widerspruchsgeist erreicht die Wohnhäuser

Bürgerinitiative gegen Steinbruch-Erweiterung verteilt Flyer.

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Artikel vom 29. November 2020 - 18:24

HERRENBERG/HASLACH (red). Das erste druckfrische Exemplar bekam Oberbürgermeister Thomas Sprißler von den BI-Vertretern Michael Elsässer und Andreas Wittko persönlich überreicht. Parallel wurde der neue Flyer der Bürgerinitiative Steinbruch Herrenberg-Haslach an 3000 Haushalte im Holdergraben, im Vogelsang und in Haslach verteilt. Im Flyer informiert die BI über ihre Motive, ihre Forderungen und ihre Ziele. "Es ist sehr wichtig, unsere Arbeit auf eine noch breitere Basis zu stellen", erklärt die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung.

Thematisiert werden im Flyer die vielfältigen Belastungen (Staub, Sprengungen, Lärm, Verkehr) durch den Steinbruch, die in dieser "unnötigen Größenordnung" zum Teil auch deshalb entstünden, weil im Steinbruch mit einem "total veralteten Schotterwerk" gearbeitet werde, das längst nicht mehr dem Stand der Technik entspreche.

Auch mit der Ansicht, dass die drohende Erweiterung des Steinbruchs mindestens 30 weitere Jahre an enormer Belastungen für Herrenberg und Haslach bedeuten würde, hält die BI nicht hinterm Berg: "Wir fordern die sofortige Stilllegung der total veralteten Produktionsanlagen", erklärt die BI, die sich gegen die vom Betreiber geplante Erweiterung des Steinbruchs um 5,7 Hektar (rund acht Fußballfelder) wehren will: "Mehr als 100 Jahre Abbau in unmittelbarer Ortsnähe sind genug!", appellieren die Verfasser.

Mit Pflöcken und zwei großen Plakaten hat die BI auf die Dimension der angedachten Erweiterung aufmerksam gemacht. Auch dies wird im Flyer aufgegriffen. "Vielen wurde die Größe der Fläche und die Nähe zum Wohngebiet Steglen in Haslach durch die von uns gesetzten Pflöcke erst bewusst. Die allermeisten sind regelrecht erschrocken und waren entsetzt", berichtet die BI von Rückmeldungen zur Aktion.

Bei der Übergabe des Flyers erklärte Thomas Sprißler, die Arbeit der BI und deren Aktionen mit großem Interesse zu verfolgen. "Die Sorgen und Anliegen der Bevölkerung, insbesondere in Haslach, sind absolut nachvollziehbar", sagte der OB, "auch uns als Stadverwaltung beschäftigen der Steinbruch und die daraus resultierenden Belastungen seit vielen Jahren", wird er in der Presseerklärung der BI zitiert. Das Ziel sei, in einen konstruktiven Dialog einzutreten.

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