Nachbesserungen beim Stadtverkehr ab 30. Juli

In Böblingen und Sindelfingen werden einige Buslinien kurzfristig optimiert, ehe das Konzept insgesamt nochmals geprüft wird.

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    Einige Pflieger-Bus-Linien werden jetzt nachjustiert Foto: Bischof/Archiv

Artikel vom 10. Juli 2020 - 18:48

Von Robert Krülle

BÖBLINGEN. Im Dezember 2019 ist der neue Stadtverkehr gestartet. Seitdem gibt es nicht nur ein günstiges Tages-Stadtticket, sondern auch deutlich mehr Busverbindungen in Böblingen und Sindelfingen. Doch die Fahrplan-Änderungen haben auch ihre Schattenseiten. Manche liebgewordene Verbindung liegt so nicht mehr vor, manche Anschlüsse sind zu knapp berechnet.

Nun haben die Städte gemeinsam mit der Firma Pflieger und dem Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) einige dringende kurzfristige Anpassungen entwickelt, die ab dem 30. Juli gelten sollen. Erst einmal aber nur bis zum Fahrplanwechsel im Dezember, denn bis dahin sollen langfristige und nachhaltige Anpassungen im Buskonzept ausgearbeitet sein. Die Sofortmaßnahmen verursachen teilweise Mehrkosten, der Landkreis übernimmt davon die Hälfte. Vom Rest entfallen 56 Prozent auf Sindelfingen und 44 Prozent auf Böblingen (berechnet anhand der Einwohnerzahl. Allerdings geht es ohnehin nicht um viel Geld, auf die Stadt Böblingen kommen lediglich 7200 Euro an Ausgaben zu - das scheint verschmerzbar.

Die Linie 718 führt von Dagersheim und Darmsheim zur S-Bahn-Station in Maichingen und zum Unterrieden-Gymnasium. "Doch der Bus kommt erst drei Minuten vor Unterrichtsbeginn an", erläuterte Verkehrsleitplanerin Anne Rummert diese Woche im Technischen Ausschuss des Böblinger Gemeinderats. Zu Schulzeiten wird der Bus nun zehn Minuten früher fahren. In den Ferien bleibt aber alles wie gehabt, weil der Anschluss zur S-Bahn so günstiger ist.

Eine Verbesserung soll es auch für die Verbindung vom Schulzentrum Stockbrünnele nach Dagersheim geben. Die Linie 732A fährt nach der sechsten Stunde dann in den Dagersheimer Norden. Vom 30. Juli an sollen zudem mehr Busse vom Breuningerland fahren, wo es bislang keine gute Verbindung in die Stadtzentren nach Ladenschluss gab. Weil sich die Linie 722 zur Waldorfschule regelmäßig verspätet, wird sie um 15 Minuten nach vorne verlegt.

Auf Sindelfinger Seite wird die Verbindung zwischen Gottlieb-Daimler-Schule und S-Bahn-Station Goldberg erneuert. Zudem werden die Umstiegszeiten am Sindelfinger Busbahnhof so verändert, dass einige Schulen besser erreichbar sind.

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