Im ersten Jahr 250 000 Radler auf der Schnelltrasse nach Stuttgart

Am 31. Mai 2019 wurde der erste Radschnellweg des Landes zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart eröffnet. Der Landrat und die Oberbürgermeister freuen sich über die große Resonanz im ersten Jahr

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    Eine Viertelmillion Fahrradfahrer sind im ersten Jahr über die schnelle Radverbindung zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart geflitzt Foto: Thomas Bischof/Archiv

Artikel vom 07. Juni 2020 - 16:12

BÖBLINGEN/SINDELFINGEN (red). Landrat Roland Bernhard freut sich in einer Pressemitteilung über die Entwicklung des Pilotprojektes. "Diese Radschnellverbindung war schon in ihrer Entstehung eine Erfolgsgeschichte", sagt Bernhard. "Nach einer knapp siebenmonatigen Bauphase war der Weg als erster seiner Art landesweit fertiggestellt worden. Und das Schönste ist - die Nutzerzahlen belegen, er ist ein Baustein für ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept."

Die Gesamtlänge der gegabelten Strecke von Böblingen nach Stuttgart bzw. von Sindelfingen nach Stuttgart beträgt rund acht Kilometer. "Eine schnelle und schöne Route für Pendler, aber auch für den Freizeitradverkehr", befindet der Landrat. "Im Rahmen der Machbarkeitsstudie haben wir auch die Verlängerung dieses Wegs und weitere Korridore im Blick, denn der Radverkehr ist auch im Landkreis Böblingen zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität", betont Roland Bernhard.

Im Verbund mit den Städten und Gemeinden entlang der Radschnellverbindungs-achse Herrenberg-Böblingen/Sindelfingen-Stuttgart sollen die Planungen weiter gehen. Für die Bereiche Ehningen und Gärtringen sind sie bereits beauftragt. "Mit der Weiterführung von Böblingen nach Ehningen haben wir vor Kurzem einen nächsten Bauabschnitt eröffnen können", erläutert Bernhard.

Von Beginn an wurden die Radfahrten über die neue Strecke gezählt. Zwischen Kampfmittelbeseitigungsdienst und Brücke über die Autobahn ist eine Zählstelle mit Infrarotsensor und Kontaktschleife eingerichtet (siehe Hintergrund). Seit wenigen Tagen ist diese ergänzt um ein für alle sichtbares Anzeigendisplay. Der Wert von 200 000 war schon nach rund elf Monaten überschritten, am Freitag waren es bereits e 250 000 Fahrten.

"Ich freue mich, dass eine Viertelmillion Radfahrerinnen und Radfahrer den Radschnellweg von und nach Stuttgart genutzt hat - ein klares Erfolgssignal für zukunftsfähige Mobilität. Mit unserem Radverkehrskonzept, dessen detaillierte Planung wir in der aktuellen Sitzungsrunde beschließen konnten, und der Entwicklung der Mahdental-Achse als erster Strecke, führen wir den Radverkehr auch innerhalb Sindelfingens zukünftig auf einem neuen Radwegenetz und werden so noch fahrradfreundlicher", so der Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer.

Böblingens Oberbürgermeister Stefan Belz betont: "Seit einem Jahr nutzen unsere Bürgerinnen und Bürger rege die neue klima- und umweltfreundliche Alternative. Wir haben mit dem Radschnellweg eine sichere und schnelle Verbindung zwischen Böblingen und Stuttgart geschaffen - und einen wichtigen Baustein für die Mobilität der Zukunft. Auch mit der aktuellen Erweiterung zwischen Böblingen und Ehningen fördern wir das Radfahren weiter.

"Die Zahlen sprechen für sich, und das im ersten Jahr - ein sehr gutes Ergebnis, das zeigt, dass sich die Investition in den Radschnellweg gelohnt hat", so Peter Grotz, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbands Böblingen.

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