Schulöffnung nicht möglich?

Landkreis und Gemeindetag weisen auf Kapazitätsprobleme hin

Artikel vom 22. Mai 2020 - 14:42

KREIS BÖBLINGEN (red). Landrat Roland Bernhard und Bondorfs Bürgermeister Bernd Dürr in seiner Funktion für den Kreisverband Gemeindetag befürchten, dass eine weitere Öffnung der Schulen vor den Sommerferien nicht mehr möglich ist. In einem gemeinsamen Schreiben wenden sie sich an Kultusministerin Susanne Eisenmann. Es geht dabei laut Pressemitteilung um kurzfristige Lösungen, in Bezug auf die Lehrerversorgung und räumliche Konsequenzen.

So wie die momentane Situation ist, seien Schulöffnungen vor den Sommerferien nicht mehr möglich, lautet die Kernbotschaft des Briefs. Die Lehrerversorgung an den Werkrealschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien, SBBZ und Beruflichen Schulen sei besorgniserregend.

Aus den Städten und Gemeinden würden Engpässe gemeldet - beispielsweise könne an den Beruflichen Schulen im Landkreis Böblingen bis zu 20 Prozent des Präsenzunterrichts nicht abgehalten werden.

Hinzu komme die Regelungen mit erforderlichen Raumteilungen in den Klassenzimmern aufgrund des Mindestabstands. Ein Präsenzunterricht auch für weitere Schülerinnen und Schüler noch vor den Sommerferien 2020 sei mit der jetzigen Lehrerversorgung und angesichts der Probleme mit der Raumkapazität nicht machbar, lautet die in dem Brief geäußerte Einschätzung.

Auch die Einschätzung in Bezug auf die Lehrkräfte sei nachbesserungswürdig, mahnen Bernhard und Dürr in ihrem Brief an.

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