Zwei Zulassungsstellen wieder offen

In Böblingen und Herrenberg sind wieder Besuche möglich - Leonberg bleibt weiterhin Kfz-Händlern vorbehalten

Artikel vom 17. Mai 2020 - 18:12

KREIS BÖBLINGEN (red). Seit Mittwoch ist es für Bürger wieder möglich, die Zulassungsstelle des Landratsamtes in Böblingen und Herrenberg ohne Terminvereinbarung zu besuchen. Eine Terminvergabe findet nicht mehr statt. In Leonberg bleibt die Zulassungsstelle vorerst nur für Kfz-Händler nach Voranmeldung geöffnet, da die erforderlichen Mindestabstände sonst nicht eingehalten werden können. Dort soll die Außenstelle Ende Mai wieder für unangemeldete Besucher geöffnet werden.

Wer die Zulassungsstelle und generell das Landratsamt betritt, muss sich dennoch an die strengen allgemeinen Hygienevorschriften halten. Dies betrifft insbesondere den Mindestabstand zu anderen sowie die Maskenpflicht. Das Landratsamt bittet darum, Zeit und Geduld für den Besuch der Zulassungsstelle mitzubringen, da vor allem in den ersten Wochen mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist. Um den Andrang und lange Wartezeiten zu reduzieren, empfiehlt es sich, die Zulassung zu Beginn nur aufzusuchen, wenn das Anliegen unaufschiebbar ist.

Empfohlen wird zudem, den Online-Dienst iKfz3 zu nutzen. Die häufigsten Dienstleistungen lassen sich hier bequem von zu Hause aus erledigen - ohne Wartezeiten. Den Online-Dienst und Informationen zu den technischen Voraussetzungen findet man unter http://www.lrabb.de/zulassung.

Mit der Öffnung der Zulassungsstelle unternimmt das Landratsamt erste Schritte zu mehr Öffentlichkeit. Die Lockerungen, die Bund und Länder beschlossen haben, sehen weitere Schritte vor. Kompetenzen in der Corona-Krise sollen wieder stärker vom Bund auf die Länder und auf die kommunale Ebene rücken. Nach einem noch nicht genauer definierten Notfallplan sollen verschärfte Maßnahmen in einem Landkreis getroffen werden, sobald die Infektionen innerhalb von sieben Tagen um mindestens 50 pro 100 000 Einwohner steigen. Für den Landkreis Böblingen mit fast 400 000 Einwohnern liegt die kritische Kennziffer somit bei etwa 200 Neuinfektionen pro Woche.

Landrat Roland Bernhard begrüßt die Entscheidung: "Nun warten wir auf die genauen Spielregeln seitens des Landes. Diese Rollenverteilung rückt die kommunale Basis in den Fokus. Der Landkreis kümmert sich mit seinem Gesundheitsamt, den Kreiskliniken und gemeinsam mit den Städten und Gemeinden um die Eindämmung der Pandemie. Die Macher vor Ort haben sich bewährt." An die Bevölkerung gerichtet bittet Bernhard, sich weiterhin vorsichtig zu verhalten und sich gewissenhaft an die Hygienevorschriften und Maskenpflicht zu halten. "Unsere Anstrengungen waren vergebens, wenn wir sorglos werden sind und das Virus sich wieder stärker verbreitet."

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