Mit Sagrotan und Sarkasmus

Das Virus und wir

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Artikel vom 09. Mai 2020

Corona wird unseren Alltag wohl noch für eine ganze Weile bestimmen. Zugleich wird es Zeit, sich Gedanken über die Zeit nach der Ausnahmesituation zu machen. Darum und um die vielen Geschichten rund um unser Leben mit dem Virus geht es in dieser Rubrik.

Wie bekommen wir das Coronavirus in den Griff? US-Präsident Donald Trump hatte da zuletzt ein paar interessante Vorschläge. Zum Beispiel könne man sich doch Desinfektionsmittel spritzen - schließlich töte das Mittel den Virus auf Oberflächen zuverlässig und in Minutenschnelle. Da eine solche Behandlung aber vermutlich einige unangenehme Nebenwirkungen wie zum Beispiel einen qualvollen Tod mit sich bringen würde, rieten die aufgeschreckten Hersteller dringend davon ab.

"Das war doch nur sarkastisch gemeint", twitterte Trump daraufhin. Ach so, ja dann . . . schade eigentlich. Für einen Moment dachte ich wirklich, das "sehr stabile Genie", wie der US-Präsident sich selbst bezeichnet, wäre da einer bahnbrechenden Entdeckung auf der Spur.

Und warum auch nicht? Als ich klein war, hat meine Oma mir die heilende Wirkung von Franzbranntwein nähergebracht. Vielleicht sollten wir es ja damit mal versuchen? Wenn damals schon ein paar Tropfen auf meine pochenden Schläfen das Kopfweh vertreiben konnten, was würde dann erst ein ordentlicher Schluck oder gar eine Spritze von diesem Wundermittel bewirken? Oder wir probieren es mit Antiviren-Software. Einfach mal an der Installations-CD lutschen und schon ist man gegen Corona und Trojaner geimpft. Wäre doch möglich, oder?

Aber halt! Stopp! Gemach, gemach! Bevor noch jemand denkt, wir hätten nicht mehr alle Nadeln an der Latschenkiefer, kommt hier gleich die Klarstellung: Das war natürlich nur sarkastisch gemeint. Nicht, dass dieser Quatsch womöglich noch irgendwann auf Trumps Twitter-Timeline auftaucht. (Text: edi, Screenshot: wissen.de)

Anmerkung der Redaktion: Dies ist ein Beitrag im Rahmen unserer "Corona-Tagebuch"-Rubrik ("Das Virus und wir"). Die Texte sind per Definition persönlich und geben die subjektiven Ansichten des jeweiligen Autors wieder.

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