Neue Postfiliale, Corona-Hirsch und falsches Ortsschild

Maischerze in Altdorf, Weil im Schönbuch und Aidlingen stoßen auf Wohlgefallen

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Auf einige gelungene Maischerze haben uns Leser aus Weil im Schönbuch, Altdorf und Aidlingen hingewiesen.

Artikel vom 04. Mai 2020 - 17:30

Von Martin Müller und Matthias Weigert

KREIS BÖBLINGEN. Weil und Altdorf sind als Hochburgen der Maischerze inzwischen ja bekannt. In Weil beispielsweise haben letztes Jahr die blauen Zebrastreifenschilder mit Äffle und Pferdle für Furore gesorgt. Und in Altdorf wurde vor Jahren durch Benedikt Dauner nicht nur ein Bier-Erlebnispfad durch den Flecken gelegt - auch das Hollywood der Beverly Hills wurde da kurzerhand schon mal ins Maurener Tal verlegt. Jetzt haben Leser aus beiden Gemeinden wieder nette Scherze zum 1. Mai in die Redaktion geschickt.

In Weil im Schönbuch wird das Inselchen inmitten des Feuerwehrsees neuerdings von einem stolzen Hirsch beherrscht: Das Schönbuch-Wappentier macht nicht nur mit einem prächtigen Geweih ordentlich Staat, sondern auch, wie es sich in diesen Tagen gehört, mit einem vorgeschnallten Mundschutz. Ihre Aufwartung machen dem Prachtsburschen vom Schönbuch zwei waschechten Nilgänsen, die inzwischen zum ganz alltäglichen Erscheinungsbild beim Weilemer Feuerwehrsee gehören. Unsere Leserin Angelika Renken hat uns auch gleich auf eine dazugehörige Website https://coronahirschweil.wixsite.com/maischerz2020 aufmerksam gemacht.

Nicht schlecht gestaunt haben dürften auch Bewohner der Mörikestraße in Altdorf. Ein Postauto vor deren Haustüre hat Nachbarn zum Streich animiert, die betreffende Adresse gleich in eine ganze Postfiliale zu verwandeln. Die Hauseingangstüre haben sie mit Packpapier ausstaffiert, den Türsturz bekrönt nun ein Posthorn mit dem originalen Schriftzug der Deutschen Post. Einige Päckchen zur Weiterbearbeitung wurden niedergelegt. Und links vor der Haustüre steht nun ein Postkasten: Leerungen "können vorkommen", heißt es da, finden prinzipiell aber nur "nach Belieben" statt; Hausbewohnerin Estelle beispielsweise freue sich besonders über Friseurgutscheine, Jérôme hingegen nehme besonders gerne Aktien entgegen. Ein Streich, der bei den überrumpelten Nachbarn "prima" ankam.

Schilda im Heckengäu

Auch im Heckengäu gibt es ein Nest von Humoristen, die sich zum 1. Mai einiges haben einfallen lassen. Corona schlägt doch nicht so aufs Gemüt. In Aidlingen ist man offensichtlich immer noch gut drauf, zumindest in der Maiennacht. Der ausgefallene Scherz vor dem Rathaus ist eigentlich doch einer, allerdings mit vernünftigen Ansagen. Schließlich sollten auch weiter Verhaltensregeln ernst genommen werden. Während man sich im Kernort Aidlingen Gedanken zu Corona macht, haben die Scherzbolde in Dachtel mit ihrem Ortsschild aus Holzbronn für geografische Umorientierung gesorgt. "Bleibt zu hoffen, dass man in der Coronazeit bald wieder in die Spur kommt", reagiert Bürgermeister Ekkehard Fauth augenzwinkernd auf die Narreteien.

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