Corona im Kreis: Lage in den Kliniken entspannt sich

Die Zahl der stationären Corona-Patienten in den Krankenhäusern im Kreis Böblingen sinkt auf 23. Bald soll stufenweise zum Normalbetrieb zurückgekehrt werden.

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    Auch am Krankenhaus Böblingen hat sich die Lage entspannt Foto: Stefanie Schlecht

Artikel vom 30. April 2020 - 22:20

KREIS BÖBLINGEN (red). Laut einer Mitteilung des Klinikverbunds Südwest, der die Krankenhäuser in den Kreisen Böblingen und Calw betreibt, hat sich die Lage bezüglich Corona in den Kliniken entspannt. Am Donnerstag wurden noch 23 stationäre Covid-19-Patienten verbundweit behandelt, zwölf davon auf den Intensivstationen. "Die Lage hat sich somit etwas entspannt, 38 Prozent der Intensivkapazitäten sind aktuell frei", unterstreicht Dr. Jörg Noetzel, medizinischer Geschäftsführer des Verbundes.

"Daher haben wir in den letzten Wochen in enger Abstimmung mit den Ärztlichen Direktoren aller Standorte ein Stufenkonzept entwickelt, welches die Versorgung von Covid-19-Patienten weiterhin sicherstellt, parallel aber auch das Hochfahren des Angebots anderer medizinischer Behandlungen wieder zulässt. In einem ersten Schritt wurden die Sprechstunden in dieser Woche wiederaufgenommen, ab der kommenden Woche finden wieder die ersten ausgewählten Operationen an allen sechs Standorten des Klinikverbunds statt.

Gemäß den bundesweiten Vorgaben waren seit dem 16. März alle aus medizinischer Sicht kurzfristig verschiebbaren Aufnahmen und Operationen verschoben worden, um Behandlungs- und Intensivkapazitäten für Covid-19-Erkrankte sowie alle anderen Notfälle frei werden zu lassen. Wie zwingend notwendig das war, zeigt ein Blick auf die reinen Zahlen: Am Freitag, den 3. April wurden in den Kliniken des Verbundes 103 bestätigt-positive stationäre Covid-19-Patienten behandelt, 74 auf normalen Isolierstationen, 29 auf den Intensivstationen, davon 26 beatmet; hinzu kamen an diesem Tag weitere 41 Verdachtsfälle.

"Das war bislang der Höchststand und eine maximale Herausforderung für die Kliniken, welche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Bravour gemeistert haben", unterstreichen die beiden Landräte Roland Bernhard und Helmut Riegger. Auch weiterhin wird in den Kliniken durch umfangreiche Vorkehrungen und entsprechende räumliche Abgrenzungen zwischen den Patienten einer Ansteckung vorgebeugt."

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