Schönaicher Entengassenfest abgesagt

Nicht überraschend, aber dennoch schmerzhaft: Kulturring und Gemeindeverwaltung geben Absage des Schönaicher Entengassenfestes bekannt

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    Stimmige Kulisse für das beliebte Dorffest: die Entengasse / Foto: Archiv

Es ist keine Überraschung, tut den Veranstaltern und dem Publikum aber dennoch weh. Schweren Herzens haben sich der Organisations-Ausschuss des Kulturrings und die Gemeindeverwaltung Schönaich dazu entschlossen, das Entengassenfest dieses Jahr ausfallen zu lassen und nicht etwa in den Herbst zu verschieben. "Uns blieb leider keine andere Wahl", so Hauptamtsleiter Jochen Pfingsttag, gleichzeitig Vorsitzender des Kulturrings.

Artikel vom 28. April 2020 - 11:06

SCHÖNAICH (red). Die Landesregierung hat in ihrer jüngsten Corona-Verordnung die Durchführung von Großveranstaltungen bis zum 31. August untersagt. In den Erläuterungen zur Verordnung wird konkretisiert, dass Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden darunter fallen. Auch das beliebte Schönaicher Straßenfest überschreitet diese Grenze. Bekanntermaßen haben bereits umliegende Städte und Gemeinden ebenso ihre Stadt- und Straßenfeste in diesem Zeitraum abgesagt.

Im nächsten Jahr wollen die Schönaicher Vereine dann aber beim 42. Entengassenfest wieder durchstarten. Das Entengassenfest ist eine Schönaicher Traditionsveranstaltung und der jährlich wiederkehrende Fest-Höhepunkt im kulturellen Leben der Gemeinde Schönaich. Erstmals fand das Entengassenfest im Jahr 1976 statt. In seiner langen Geschichte ist es bislang nur zweimal ausgefallen - nämlich kurzfristig im Jahr 1978 wegen sehr schlechtem Wetter und im Jahr 2000 wurde es wegen der 725-Jahrfeier der Gemeinde ausgesetzt. Veranstalter sind die Schönaicher Vereine, die sich im Kulturring zusammengeschlossen haben.

Auch Partnerschaftsjubiläum Ende September abgesagt

Am Wochenende vom 26./27. September 2020 hatte die Gemeinde Schönaich ein gemeinsames Treffen mit ihren Partnerschaftsgemeinden in Schönaich geplant. Auch dies muss nun aufgrund der Corona-Krise ausfallen.

Seit 30 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Schönaich und der Gemeinde Hartmannsdorf in Sachsen, seit 20 Jahren mit Rocquencourt in Frankreich und quasi noch ganz frisch seit einem Jahr mit der Gemeinde Mirabella in Italien. Zudem sollte die Umwandlung der Gemeindefreundschaft mit Pfäffikon in der Schweiz zu einer formalen Partnerschaft angestoßen werden.

Geplant waren ein Fußball-Kleinfeldturnier, ein Partnerschaftsabend und ein Begegnungsnachmittag im Rahmen von „Schönaich leuchtet“. Zur allgemeinen Vorsicht bei Großveranstaltungen kommt beim Partnerschaftsjubiläum hinzu, dass zahlreiche Personen z.B. die französischen Freunde Teil der Risikogruppe sind und es bei verschiedenen Ländern weiterhin Reisebeschränkungen geben wird. Bürgermeister Daniel Schamburek hofft, dass es gelingen werde, dasselbe große Programm im nächsten Jahr auf die Beine stellen zu können.

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