Dem Spinner sei Dank

Das Virus und wir

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    Spielplätze sind gut eingewickelt Foto: krü

Artikel vom 08. April 2020 - 18:06

Das Coronavirus bestimmt unseren Alltag. Die vielen kleinen Geschichten rund um unser Leben mit dem Virus fasst die Redaktion der Kreiszeitung in dieser Rubrik zusammen.

Donnerstag, 9. April:

Rot-weiß: Die unsichtbare Gefahr ist unter uns. Sie schränkt unser Leben ein. Freibäder sind geschlossen, Hubschrauberflotten kreisen am Himmel, die Menschen trauen sich kaum zum Spaziergang in den Wald, beliebte Areale sind abgesperrt - was ist hier los? Richtig, der Eichenprozessionsspinner hat mal wieder Hochsaison. In den vergangenen Jahren quälten die kleinen Biester regelmäßig die Bevölkerung und die Behörden. Und was ist übrig geblieben? Absperrbänder.

Immerhin, denn zurzeit haben die rot-weißen Flatterschnüre wieder Hochkonjunktur. Kein Spielplatz zwischen Bondorf und Weissach, zwischen Dachtel und Steinenbronn, an dem nicht die gestreiften Bänder hängen - Respekt an alle Zuständigen, die in erstaunlicher kurzer Zeit erstaunlich flächendeckend ihre Arbeit verrichtet haben.

Und siehe da: An manchen Stellen (siehe Foto) kommen auch noch Altbestände zum Einsatz. Endlich gibt es für das Zeug nochmal eine sinnvolle Verwendung. Und ob "Coronavirus" oder "Eichenprozessionsspinner" draufsteht, ist ja letztlich auch egal. Unsichtbare Gefahr bleibt unsichtbare Gefahr. Wer hätte gedacht, dass man den kleinen Spinnern noch einmal dankbar sein würde. So viel schönes Absperrband übrig - nicht auszudenken, wenn das Mangelware wäre. (krü)

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