Hochprozentiger Virenschutz

Das Virus und wir

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Artikel vom 13. April 2020

Das Coronavirus bestimmt unseren Alltag. Die vielen kleinen Geschichten rund um unser Leben mit dem Virus fasst die Redaktion der Kreiszeitung in dieser täglichen Rubrik zusammen.

Montag, 6. April:

Sehr zum Wohle: Man hat sich mittlerweile schon an sie gewöhnt - die kleinen und großen Corona-Hinweisschilder in Supermärkten und Geschäften: Viel Abstand halten, nur haushaltsübliche Mengen einkaufen, möglichst nicht mit Bargeld bezahlen - all das kennt man schon. Komplett neu war mir dagegen ein Hinweis auf "Mundraumdesinfektion", der mir zuletzt bei der Metzgerei Heinkele in Dätzingen aufgefallen ist. "Auch wir nehmen das Thema Corona ernst", steht auf dem Zettel, der gut sichtbar auf einen kostenlosen "Mundraum-Desinfektionsservice" hinweist.

"Wie bitte, was?", denke ich mir und lese ein paar Zeilen weiter. Dort wird davor gewarnt, dass "übermäßiges Mundraumdesifizieren zu Fahruntauglichkeit führen kann". Und darunter steht in etwas kleinerer Schrift: "Ein bisschen Spaß muss sein. Mundraumdesinfizierer = Obstler".

Ich muss grinsen. Natürlich lasse ich mir das Angebot nicht entgehen. An der Kasse schenkt mir Metzgermeister Christoph Heinkele ein "Probiererle" von dem 18-jährigen Selbstgebrannten ein. Ich muss schon sagen: Das Zeug ist wirklich lecker. Hätte nicht gedacht, dass Mundraumdesinfektion mir so gut munden könnte. (edi)

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