Corona: Väter dürfen Neugeborene nicht besuchen

Anwesenheit bei Geburt erlaubt - Klinikverbund Südwest verlängert und verschärft Maßnahmen

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    Die Krankenhäuser verschärfen die Maßnahmen: Gerade für junge Väter stehen harte Zeiten an / Foto: Stefanie Schlecht

Aufgrund der weiterhin angespannten Situation und der immer noch steigenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie verlängert der Klinikverbund Südwest alle bereits getroffenen Schutzmaßnahmen bis einschließlich Pfingstmontag, 1. Juni. Das hat der Verbund, zu dem die Krankenhäuser in den Landkreisen Böblingen und Calw gehören, am Dienstag mitgeteilt.

Artikel vom 31. März 2020 - 14:12

KREIS BÖBLINGEN (red). So werden auch nach Ostern vorerst keine Patienteninformationsveranstaltungen, Vortragsabende, Kreißsaalführungen, Workshops oder Symposien stattfinden.

Auch medizinisch nicht zwingend notwendige Eingriffe und Sprechstunden, die für die Zeit bis 1. Juni geplant waren, werden verschoben. Die betroffenen Patienten werden von den Fachabteilungen informiert. Grundsätzlich obliegt die Entscheidung, ob eine Verschiebung eines Eingriffs medizinisch vertretbar ist, letzten Endes dem behandelnden Arzt.

Darüber hinaus sieht sich der Klinikverbund gezwungen, das Besuchsverbot auszuweiten. Zum Schutz der Mütter und ihrer Neugeborenen sowie des Pflegepersonals vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus gilt ab sofort das Besuchsverbot auf den Wochenstationen in Böblingen, Leonberg, Herrenberg und Calw nicht mehr nur für Angehörige, sondern auch für die Väter. Die Anwesenheit der Väter bei der Geburt im Kreißsaal ist nach derzeitigem Stand jedoch weiter möglich, sofern der Vater gesund ist und keinen Kontakt zu einer erkrankten Person hatte. Der Krisenstab des Klinikverbundes bittet um Verständnis für diese harten Maßnahmen, die momentan notwendig seien.

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