Humor: Stadt-Ticket? Kennt der Busfahrer nicht

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    Gutes Angebot, nur muss man es halt wissen / Foto: STS

Artikel vom 21. Dezember 2019 - 16:00

Die Schönbuchbahn rollt, die Radler werden langsam ernst genommen, der Nahverkehr in der Region ist ein wenig billiger geworden und im Stadtverkehr Böblingen/Sindelfingen kann man seit Sonntag dank eines Stadt-Tickets für drei Euro den ganzen Tag durch die beiden Kommunen kurven: Ganz langsam dämmert es bei den Politikern, dass es auch ohne Auto geht. Und das ist gut so. Denn ein Auto zu besitzen, ist ja in Ordnung, es aber auch so einzusetzen, dass die Umwelt und der eigene Körper nicht auf der Strecke bleiben, ist eine ganz andere Sache.

Ganz in diesem Sinne war eine Leserin am Montag unterwegs. Sie wollte gleich mal das neue Stadt-Ticket ausprobieren und für drei Euro von Dagersheim an ihren Arbeitsplatz nach Böblingen und wieder zurückpendeln. Der vorbildliche Einsatz hatte indes bereits beim Busfahrer ein Ende. Stadt-Ticket? Kennt er nicht, ließ er die Dame wissen und knöpfte ihr den regulären Fahrpreis ab. Der blieb nix anderes übrig als zu bezahlen, sonst wäre das mit dem pünktlichen Arbeitsantritt ziemlich schief gegangen.

Was war geschehen? Hat der Busfahrer die innerbetriebliche Info zum Stadt-Ticket verpasst, zählt Dagersheim mal wieder nicht zur Stadt, oder war's nur eine verzeihliche Startschwierigkeit? Unsere abgelehnte Günstig-Ticket-Nutzerin würde zumindest interessieren, ob sie in Zukunft wirklich billig Bus fahren kann, oder sie doch wieder zum Zündschlüssel greifen muss. Und die Bonbonfabrik sollte mal grundsätzlich wissen, ob Dagersheim auch zum Böblinger Nahverkehr gehört.

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