Nach B464-Unfällen: Landratsamt will Maßnahmen ergreifen

Plakataktion und Tempomessungen - Bauliche Veränderungen müssten Bund und Land angehen

  • img
    In den vergangenen zwei Wochen gab es vier Todesopfer auf der B464 zu beklagen / Foto: SDMG

Nach den tödlichen Unfällen auf der B 464 will das Landratsamt alle relevanten Stellen zu einem Gespräch einladen, in welchem kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen für mehr Sicherheit erörtert werden sollen.

Artikel vom 12. Dezember 2019 - 19:00

KREIS BÖBLINGEN (red). Eine langfristige Verbesserung könnten nur bauliche Maßnahmen erreichen, da die Straße aus Sicht des Landkreises für die Verkehrsmenge zu gering dimensioniert ist. Doch der Landkreis kann dies nicht eigenmächtig entscheiden, denn für bauliche Änderungen an Bundesstraßen wie der B 464 ist das Land Baden-Württemberg im Auftrag der Bundesrepublik zuständig. Dahingegen können "verkehrslenkende und verkehrsrechtliche Maßnahmen" kurz- und mittelfristig vom Landkreis umgesetzt werden.

Bereits in den nächsten Wochen werden Plakate der Aktion "Runter vom Gas" des Deutschen Verkehrssicherheitsrates aufgestellt. Das Überholverbot will die Straßenverkehrsbehörde mittels durchgezogener Mittellinie abschnittsweise ausdehnen - in Absprache mit der Stadt Sindelfingen. Zudem will der Landkreis zügig einen sogenannten "Enforcement-Trailer" einsetzen, eine teilstationäre Geschwindigkeitsmessanlage. Auch die Polizei beabsichtigt, ihre Tempomessungen zu verschärfen und zusätzlich Abstände zu prüfen.

Gleichzeitig appelliert Landrat Roland Bernhard an die Verkehrsteilnehmer, ihren Fahrstil an die Strecke anzupassen, sich auf den Verkehr zu konzentrieren und sich ihrer Verantwortung und dem Gebot der Rücksichtnahme bewusst zu sein.

Verwandte Artikel