VVS-Preise: Knappes Votum für Erhöhung

Verkehrsausschuss des Böblinger Kreistages spricht sich für Anstieg um 1,9 Prozent aus

  • img
    Die VVS-Tickets dürften zum 1. April 2020 wieder teurer werden. Archivbild: Simone Ruchay-Chiodi

Artikel vom 02. Dezember 2019 - 17:18

KREIS BÖBLINGEN (red). Eine Nullrunde bei den VVS-Ticketpreisen im kommenden Jahr wird immer unwahrscheinlicher. Der Verkehrsausschuss des Böblinger Kreistages hat in seiner Sitzung am Montag mit hauchdünner Mehrheit von zwölf zu zehn Stimmen gegen ein Einfrieren der Preise (Nullrunde) und damit für eine Erhöhung um durchschnittlich 1,9 Prozent zum 1. April 2020 gestimmt.

Während CDU und Freie Wähler dem Vorschlag der Verwaltung folgten, waren SPD, Grüne, Linke und die FDP gegen eine Preiserhöhung. Das Zünglein an der Waage im Vekehrsausschuss war die AfD, die sich auf die konservative Seite schlug - und Landrat Roland Bernhard. Er stimmte ebenfalls für die Erhöhung, obwohl er sich im Ausschuss meist der Stimme enthält.

Entschieden wird über die Preise aber auf der Ebene des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart, dessen Gesellschafter die vier Landkreise Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Waiblingen sowie die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg sind. Stuttgart und das Land hatten sich für eine Nullrunde ausgesprochen, die Landkreise dagegen. Stimmt einer der Kreise dagegen, wird es zwangsläufig zu einer Erhöhung kommen. Für Böblingen ist dies durch das Votum vom Montag wahrscheinlicher geworden. Bei der nächsten Sitzung des Kreistages am 16. Dezember erfolgt die finale Abstimmung.

Verwandte Artikel