Die OHGespenster spuken

Die Theater-AG des Otto-Hahn-Gymnasium bringt ein Gruselstück auf die Bühne

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Bereits zum zweiten Mal trieben die OHGespenster ihr Unwesen in der Schule. Fünf Jahre nach der ersten Aufführung standen sie jetzt erneut auf der Bühne. Und nicht nur dort: Auch den ganzen Tag sorgten sie für Aufruhr in der Schule.

Artikel vom 22. November 2019 - 12:12

Von Miriam Stribick (10a), Simone Wölfle (10a) und Nicole Wölfle (J2)

BÖBLINGEN (red). Das Stück begann, als die Uhr zwölfmal schlug und sechs OHGespenster im Keller der Schule zum Leben erwachten. Wie in jeder Nacht standen sie um 0 Uhr auf, um den Lehrern und Schülern neue Streiche zu spielen. Doch dieses Mal hatte ihr Freund, der Uhu Schuhu ein großes Problem. Durch den Bau einer unterirdischen Haltestelle der Schönbuchbahn sollte der Baum, in dem er lebte, gefällt werden. Um Uhu Schuhu zu helfen, mussten die OHGespenster die Rektorin Bergmansleder dazu bringen, auf diesen Bau zu verzichten. Daher schlossen sie sich mit den Schülern des OHGs zusammen und spielten den Lehrern am darauffolgenden Tag lustige Streiche.

Ihre Versuche, die Lehrer von einem Baustopp zu überzeugen, führte anfänglich jedoch nicht zum gewünschten Ziel. Durch Zufall fanden die Schüler aber heraus, dass Uhu Schuhu eine seltene Eulenart ist, die unter Naturschutz steht und konnten daher die Frau Bergmansleder, den Oberbürgermeister Herrn Pelz und den Ministerpräsidenten Herrn Kretsche davon überzeugen, den Bau der Haltestelle zu stoppen.

"Da dieses Stück eine Eigenproduktion ist, nahm es auch viel Zeit in Anspruch. Ein Jahr voller Arbeit steckt in diesem Werk", berichtete Heike Rathmann, die zusammen mit Uli Büxenstein die Theater-AG leitet.

Einige Schüler, die bereits vor fünf Jahren Teil der Uraufführung waren, wirkten auch in diesem Jahr mit, obwohl sie ihr Abitur bereits in der Tasche haben. Einer dieser Schüler war Simon Foof, der in beiden Stücken den Uhu Schuhu verkörperte. "Der Auftritt und die Proben davor gehören zu meinen persönlichen Highlights der Schulzeit. Es hat mir große Freude bereitet, nochmal in meine alte Rolle zu schlüpfen", erzählte er.

Trotz der hohen Messlatte, die bereits die Aufführung der OHGespenster vor fünf Jahren gelegt hatte, wurde das neue Stück von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt. "Dieses Jahr ist das Stück sogar noch mehr auf das reale Leben der Schüler und Schülerinnen des OHGs zugeschnitten. So wird mit dem Ausbau der Schönbuchbahn ein Projekt aufgegriffen, das die Schüler des OHGs sehr beschäftigt", verglich ein Schüler der J2 die diesjährige Aufführung mit der Uraufführung. Ein anderer Zuschauer lobte ebenfalls die neue Umsetzung: "Darüber hinaus ist die Parodie der Lehrer ausgesprochen treffend und authentisch dargestellt." Auch Rektorin Stefanie Bermanseder war begeistert. Auch der minutenlange Applaus der fast 400 Zuschauer war der Beweis für das gelungene Theaterstück und die Belohnung für die Arbeit.

Die AG plant bereits eine weitere Eigenproduktion, die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des OHG im Jahr 2020 aufgeführt werden soll.

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