Wenn Jugendliche übergriffig werden

Aktionsbündnis "Kein Raum für Missbrauch" schult Jugendliche über sexualisierte Gewalt am 14. November in Böblingen

Artikel vom 08. November 2019 - 17:54

KREIS BÖBLINGEN (red). Eltern, Jugendliche, pädagogische Fachkräfte, Lehrer sowie Aktive in der Jugendarbeit, in Einrichtungen und Vereinen sind zur Veranstaltung "Echt grenzwertig. Wenn Jugendliche übergriffig werden - was tun?" eingeladen. Das Event findet am Donnerstag, 14. November, um 16.30 Uhr, in der Mensa des Kaufmännischen Schulzentrums in Böblingen, Steinbeisstraße 2, statt.

Die vom Aktionsbündnis "Kein Raum für Missbrauch im Landkreis Böblingen" organisierte Veranstaltung will sexualisierter Gewalt vorbeugen und greift in diesem Jahr das Thema auf, wie damit umgegangen werden kann, wenn Jugendliche untereinander übergriffig werden. Ein heikles Thema, weil das Jugendalter ja gerade dadurch gekennzeichnet ist, dass Mädchen und Jungen ihre eigene Sexualität entdecken und erkunden.

Nach einer Begrüßung durch Sozialdezernent Alfred Schmid, hält Sabine Maschke von der Philipps-Universität Marburg einen Impulsvortrag. Sie spricht über ihre, bei hessischen Schülern durchgeführte repräsentative Studie "SPEAK! - Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher". Es besteht danach die Möglichkeit, Fragen an die Professorin Maschke zu stellen. Anschließend führt das Theater Q-rage aus Ludwigsburg das interaktive Jugendtheaterstück "Grenzbereiche" vor.

Zu den Folgerungen und dem Transfer in die Praxis tauschen sich abschließend Monika Becker (Leiterin der Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt thamar), Steffen Heckele (Schulleiter der Paul-Lechler-Schule Böblingen), Daniel Neumann (Theater Q-rage) und Karin Stark (Polizeipräsidium Ludwigsburg, Referat Prävention) aus. Moderiert wird die Gesprächsrunde von Jörg Pollinger vom Theater Q-rage. Durch das Programm führt der Leiter des Jugendamts des Landkreises Böblingen Wolfgang Trede.

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten an: jugend@lrabb.de.

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