Rheuma: Tübinger Ärztin informiert

Ann-Christin Pecher vom Universitätsklinikum referiert zur Behandlung der Erkrankung

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    Waltraud Ruckh, die Vorsitzende der Rheuma-Liga

Artikel vom 09. Oktober 2019 - 17:18

BÖBLINGEN (red). Die Rheuma-Liga Böblingen/Sindelfingen hat zuletzt einem Vortrag von Ann-Christin Pecher von der Universitätsklinik Tübingen eingeladen. Rund 50 Interessierte kamen und wurden von der AG-Vorsitzenden Waltraud Ruckh begrüßt.

Nach den fachlichen, medizinischen Informationen zu dem Stand der Wissenschaft bei systemischem Lupus, Vaskulitis, Sjögren Syndrom und anderen zum Teil sehr ernsten Erkrankungen war es wichtig für die Teilnehmer, ihre oft sehr speziellen Fragen an Pecher stellen zu können.

Dabei wurde thematisiert, dass Patienten mit rheumatischen Erkrankungen zwar ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall hätten, übliche Faktoren wie zum Beispiel Rauchen zu vermeiden sei dabei allerdings einflussreicher als die Krankheit. Kortison sei bei der Behandlung unverzichtbar, trotz seiner Langzeitfolgen. Für die Langzeittherapie werde nach Alternativen geforscht, es laufen derzeit diverse Studien mit Ersatzwirkstoffen für einzelne Krankheitsbilder. Impfungen seien vor allem bei immunsuppressiver Therapie sinnvoll und wichtig, außer Lebendimpfstoffe. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sei zudem stets ratsam.

Ann-Christin Pecher ging mit viel Geduld und Erfahrung auf alles ein, zum Schluss konnten noch Gespräche unter vier Augen geführt werden. "Herzlichen Dank an Frau Pecher für die Geduld und das Einfühlungsvermögen", sagte Waltraud Ruckh, "ein gelungener Vortragsnachmittag."

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