Einkaufs- und Festwochenende nach Maß in Schönaich

Viel Lob nach Knittel-Herbstfest mit langer Einkaufsnacht, verkaufsoffenem Sonntag und Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr

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    Jede Betrieb beim Knittel-Herbstfest in der Schönaicher Ortsmitte
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    Pilzpfanne und andere Leckereien schmecken den Besuchern
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    Tempo, Tempo: die Bambinis im Einsatz
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    Kipp, Kipp, Hurra: Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr zeigen, wie man eine Person aus einem umgestürzten Auto rettet Fotos: SDMG/Schmidt

Zum elften Mal bereits fand von Freitag bis Sonntag in der Schönaicher Ortsmitte das traditionelle Knittel-Herbstfest statt, zum sechsten Mal schloss sich der Gewerbe- und Handelsverein Schönaich (GHS) mit langer Einkaufsnacht und verkaufsoffenem Sonntag an. Die Händler zeigten sich mit der Resonanz zum Großteil sehr zufrieden.

Artikel vom 22. September 2019 - 22:24

Von Holger Schmidt und Eddie Langner

SCHÖNAICH. Auch die Freiwillige Feuerwehr leistete mit dem Tag der offenen Tür am Sonntag samt vielen Aktionen, Attraktionen und Vorführungen ihren Beitrag zum festlichen Gesamtpaket.

Machte im vergangenen Jahr Petrus den Organisatoren mit Wind und sehr kühlen Temperaturen einen Strich durch die Rechnung, so begünstigte diesmal herrliches Spätsommerwetter die Veranstaltung. Die Schönaicher Bevölkerung und Interessierte aus den Nachbargemeinden dankten es den Machern mit ihrem zahlreichen Kommen. Blieb 2018 bei der Knittel-Hocketse noch mancher Sitzplatz leer, so waren diesmal nicht nur am Freitag- und Samstagabend die Reihen dicht geschlossen. Kein Wunder, spielte doch am Samstagabend ab 19 Uhr die Live-Band Dirty Saints auf dem Knittel-Parkplatz vor dem begeisterten Publikum groß auf.

Doch auch kulinarisch blieben hier wie andernorts im Flecken kaum Wünsche offen. So lockte der Frischemarkt Knittel, seit 1935 eine echte Institution in Schönaich, mit Leckereien von Flammkuchen bis zur Pilzpfanne. Festklassiker wie die Currywurst mit Pommes fehlten im Angebot ebenfalls nicht. Dazu gab's eine umfangreiche Weinverkostung und im Laden, der wie viele andere bis 22 Uhr geöffnet hatte, viele der köstlichen Rebsäfte gleich zu kaufen.

Der Spur des Feuers gefolgt

Wer weitere geöffnete Geschäfte suchte, musste nur der Spur des Feuers folgen. Feuerschalen und -körbe signalisierten: Hier ist etwas los und jede Menge geboten. So wie beim Raumausstatter Wohnideen Schühle, der seinen Kunden und Partnern Hirsch und einiges mehr kredenzte. Weiter unten in der Großen Gasse bei Optikerin Michaela Angstenberger brannten nicht nur die Lichter, sondern ein Feuerjongleur behielt bei seinen atemberaubenden Vorführungen den vollen Durchblick. "Es ist immer was los", freute sich einen Steinwurf entfernt Steffen Eisenbraun über den regen Zulauf und das große Interesse an seinem Drogerie-, Parfümerie- und Reformhausangebot.

Nicht abseits stehen wollten da die Händlerkollegen in der Wettgasse oder Rosenstraße. Das Kaufhaus Binder samt Bar vor der Tür hatte ebenso seine Pforten geöffnet wie "Dirk's Fahrräder & mehr" direkt gegenüber und einige andere. "Wir haben viele ernsthafte Interessenten", freute sich der Fahrradhändler. Selbstverständlich hielten er und seine Mitstreiter auch am Sonntagnachmittag ihre Pforten offen und konnten sich über mangelnden Umsatz wirklich nicht beklagen.

Konzept hat sich bewährt

Weil das Wetter auch den Samstag und Sonntag über sehr schön war, freuten sich die Händler am Ende über ein nahezu perfektes Wochenende. "Wir hatten mehr Besucher als erwartet", freute sich Andreas Strohmeier, der Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins Schönaich (GHS), als gestern gegen 18 Uhr der verkaufsoffene Sonntag zu Ende ging. Besonders positiv registrierte Strohmeier, dass unter den tausenden Gästen nicht nur Schönaicher, sondern auch zahlreiche Besucher aus den umliegenden Städten und Gemeinden gekommen waren.

"Bei uns war der verkaufsoffene Sonntag sensationell", berichtete Andrea Hamann. Die Inhaberin von Easy Sports und stellvertretende GHS-Vorsitzende findet, dass sich die Kombination aus langer Einkaufsnacht und verkaufsoffenem Sonntag bewährt habe: "Am Freitagabend kommen gerne die Pärchen, am Sonntag sind es eher Familien mit Kindern", hat sie beobachtet. Ein Schönaicher Neu-Bürger habe ihr zurückgemeldet, dass er es als sehr angenehm empfunden habe, einfach mal in die Geschäfte schnuppern zu können, ohne sich gleich dazu verpflichtet zu fühlen, etwas kaufen zu müssen. "Das haben mir auch viele andere Besucher so gesagt", so die Fachhändlerin.

"Die Mehrheit der Händler war sehr zufrieden", hat der GHS-Vorsitzende Strohmeier bei seinem Rundgang durch die Geschäfte erfahren. "Eine Fortsetzung ist garantiert", stellt der GHS-Chef deshalb schon jetzt klar. Ob es im kommenden Jahr vielleicht die eine oder andere kleine Änderung gibt, lässt er aber noch offen.

Feuerwehr zeigt ihr Können

Beim Tag der offenen Tür, der ebenfalls am Sonntag stattfand, zeigte die Freiwillige Feuerwehr Schönaich, dass schon ihre jüngsten Mitglieder dazu in der Lage sind, alle möglichen brenzligen Situationen zu entschärfen. Den Anfang machte am frühen Nachmittag die Bambini-Wehr. Schönaichs jüngste Feuerwehrmännlein sind zwischen etwa sechs und 13 Jahren alt. Bei einem Löschangriff demonstrierten sie, was sie bereits gelernt haben. Die darauffolgende Übung gestaltete die Jugendfeuerwehr. Mit einem Hebekissen zeigten die Nachwuchskräfte, wie man eine verunfallte Person unter einem Auto befreien kann. Spektakulär wurde es schließlich, als gegen 15 Uhr die aktiven Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr gemeinsam mit Rettungssanitätern des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) ein umgekipptes Fahrzeug erst aufrichteten und dann mittels Hydraulikwerkzeug daraus eine eingeklemmte Person befreiten.

Neben den sehenswerten Übungen war für die zahlreichen Besucher auch jede Menge Unterhaltung für Groß und Klein geboten - darunter eine Live-Band, eine Fahrzeugschau, eine Rundfahrt mit Oldtimer-Feuerwehrfahrzeug und einiges mehr.

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