Böblinger Tauchschule reinigt den Langen See auf dem Flugfeld

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    Aus den Tiefen des Sees: Die Taucher ziehen ein Fahrrad an Land Fotos: red

Mitglieder der Böblinger Tauchschule "Die Taucher" befreiten am vergangenen Samstag den Langen See auf dem Flugfeld vom Müll. Die Wassersportler haben eine Reinigungspatenschaft übernommen und wollen den See nun jedes Jahr säubern.

Artikel vom 18. September 2019 - 12:36

BÖBLINGEN (red). Zehn Taucher der Tauchschule waren am Samstag mit Anzügen, Sauerstoffflaschen und Tüten ausgestattet im Langen See unterwegs. Helfer an Land nahmen den vom Seegrund gesammelten Müll entgegen und deponierten ihn zur Abholung am Ufer. Neben unzähligen Glasflaschen beförderten die Taucher auch vier Fahrräder, einen Tretroller, ein gesunkenes Motorboot und sogar eine Bluetooth-Musikbox an die Oberfläche.

Der Abtransport des Mülls erfolgt durch die Technischen Betriebsdienste Böblingen/Sindelfingen, die bereits in der Vergangenheit regelmäßig Taucher in den See schickten, um diesen von Müll zu befreien.

"Dass insbesondere Flaschen im Langen See entsorgt werden, ist leider ein bekanntes Problem. Viele Menschen haben nicht den nötigen Respekt vor der Natur und ihrer Umwelt, daher werfen sie achtlos Bierflaschen und Unrat ins Wasser", erklärt Alexander Grullini, Geschäftsführer des Zweckverbands Flugfeld Böblingen/Sindelfingen: "Deshalb freuen wir uns sehr über die Bereitschaft der Taucher, eine Reinigungspatenschaft für den Langen See zu übernehmen. Mit der Tauchschule Böblingen haben wir einen guten Partner gefunden, deren Mitglieder ehrenamtlich den See von Müll und Unrat befreien."

Der Lange See auf dem Flugfeld macht seinem Namen alle Ehre: In Ost-West-Richtung erstreckt er sich über eine Länge von fast einem Kilometer. Das Gesamtvolumen beträgt rund 80 Millionen Liter Wasser, die mittlere Tiefe etwa 2,7 Meter. In seiner Funktion als abwassertechnische Anlage ist er für die Öffentlichkeit nicht als Badesee oder für Wassersport nutzbar. Ausschließlich zu Reinigungszwecken und mit Ausnahmegenehmigungen darf die Seefläche genutzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

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