Besucherstrom durch Gärtringer Ortsmitte - Fotogalerie

Über 60 Aussteller zeigen bei der Gewerbeschau im Flecken, was sie können - Schlemmereien, Beratung und sommerliches Flair

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    Ein luftiges Plätzchen im Schatten kam bei der Gärtringer Gewerbeschau gerade Recht Foto: Gaetano Di Rosa

Gärtringens Hauptstraße verwandelte sich am Sonntag in eine Flaniermeile. Insgesamt 62 Betriebe zeigten, was sie alles zu bieten haben: Von unzähligen Leckereien über Fitness bis hin zu Fahrzeugen. Da war für alle Besucher etwas dabei.

Artikel vom 15. September 2019 - 21:00

Von Melissa Schaich

GÄRTRINGEN. Bei spätsommerlichen Temperaturen verwandelte sich die Gärtringer Hauptschlagader am Sonntag für die Gewerbeschau in eine Fußgängerzone. Von elf bis 18 Uhr konnten Besucher sich über das Angebot ansässiger Firmen, Organisationen und Vereine informieren - oder einfach bei einem entspannten Spaziergang durch den Ort die warmen Temperaturen genießen.

Bereits von weitem roch es vielversprechend von Gärtringens Hauptstraße her: Flammkuchen, allerlei vom Grill - vielleicht auch ein Gläschen Wein? Menschen mit Sonenbrillen auf der Nase, Hüten auf den Köpfen, kurzen Hosen und einem kalten Getränk in der Hand füllten Gärtringens Ortsmitte. Die einen oder anderen Besucher suchten bei warmem Wetter auch den wohltuenden Schatten. Entspannte Atmosphäre, interessante Gespräche, Informationen und Beratung standen auf dem Programm.

Beratungen und Informationen

"Dieses Jahr ist es meiner Meinung nach die beste Gewerbeschau, seit ich mitmache", sagte Martin Steinhof vom Fitness-Studio Steinhofs in Gärtringen. "Es hat viele Stände, es ist gut besucht und die Organisation war hervorragend", fügte er hinzu. Mit Beratungen, Informationen und Gutscheinen stand das Team für Fragen von Interessierten zur Verfügung. "Wir wollen auch zeigen, dass wir mit Therapeuten zusammen arbeiten, um vielleicht auch den Eindruck zu verbessern, den manche von Fitness-Studios haben", sagte er.

Ein paar Schritte weiter jagten sich zwei junge Mädchen auf Spielzeug-Traktoren durch den kleinen Parcours am Stand des Edeka-Marktes. Regale voller Demeter-Bananen präsentierten ein Projekt, zu dem Edeka bereits seit 2006 beisteuert. "Für jede gekaufte Demeter-Banane oder Zitrone spenden wir an eine Schule für behinderte Kinder in der Dominikanischen Republik", erklärte eine Mitarbeiterin. Von diesem Geld können dann neue Schulbusse angeschafft, Sportplätze angelegt und Fachkräfte rekrutiert werden. "Und natürlich unterstützen wir damit auch die Bauern, von denen wir die Bananen und Zitronen beziehen", erklärte sie. Auch die Baumpflanzaktion des Supermarktes weckte Interesse. Für jeden Einkauf mit einem Mehrwegnetz statt einer Plastiktüte bekamen Kunden einen Klebepunkt auf einer Baumpflanzkarte. Für jede volle Karte pflanzt Edeka dann einen Baum in der Region.

Vor der Eisdiele kamen auch die Kinder auf ihre Kosten. Angeseilt tobten sie sich auf Trampolinen aus. Ihre freudigen Juchzer waren noch einige Meter die Hauptstraße hinauf zu hören. Vorbei an Hüpfburgen, einem Stand des Repair-Cafés, Tupperware und einer Candy-Bar, führte der Weg an das Gärtringer Fliesengeschäft Wolkober, an dem ein Mitarbeiter Beratungsgespräche führte. Allerlei Grün und Blüten in voller Pracht hatte "Das Blumenleben" für Pflanzenliebhaber ausgestellt.

Auch die Hobby-Imkerei von Emil Theiss war mit einem Stand vertreten. Bienenwachstücher, Kerzen, Honig, Bonbons und allerlei Leckereien stapelten sich am Stand der Imkerei. "Wir sind zum ersten Mal bei der Gewerbeschau dabei", erzählte Cristina Theiss. Normalerweise baut sie ihren Stand auf Weihnachtsmärkten auf. "Honig ist eben mehr ein Winterprodukt", erklärte sie. Ihr ist es aber vor allem wichtig, Informationen zur Bienenhaltung bereitzustellen und auf den Naturschutz aufmerksam zu machen. "Wir versuchen einfach zu zeigen, was man mit Honig alles machen kann, welche Möglichkeiten es gibt und was für ein tolles Produkt das ist." Zurück zur Natur ist dabei ihr Motto.

Honig aus eigener Herstellung

Die Imkerei arbeitet mit 16 Bienenvölkern, so gut wie alle Produkte - von Kosmetik über Honig bis hin zu Bienenwachstüchern - stammen aus eigener Herstellung. Doch dieses Jahr sei die Ernte im Südwesten mehr als mau ausgefallen. "Normalerweise gibt es rund 20 Kilogramm Honig pro Bienenvolk. Dieses Jahr waren es in Baden-Württemberg im Schnitt acht Kilogramm", sagte sie und schüttelte den Kopf. Nur in der Mitte Deutschlands und im Norden sei die Ernte besser ausgefallen. "Im Mai war es zu kalt, da sind die Bienen kaum geflogen und dann war es zu heiß und zu trocken", fügte Cristina Theiss hinzu. Um Nektar produzieren zu können, hätten die Blüten mehr Feuchtigkeit benötigt. "Wir hoffen einfach, dass wir durchkommen", schloss sie.

Einmal in die Kirchstraße abgebogen, begrüßte die Familie Berner von den Waldhöfen mit allerlei Leckereien. Selbst für diejenigen, die sich am Kuh-Melken probieren wollten, hatten sie etwas parat: Eine Kuh aus Holz hielt geduldig für die Melk-Versuche von Besuchern her. Ein paar Schritte weiter zaubert Milene Kunter am Stand der Kreiszeitung ihre Kreationen auf Gesicht und Arme. Blumen in allen Farben und viel Glitzer durften da natürlich nicht fehlen.

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